Foto-Sessions online

Die Entwicklung der digitalen Negative, also die Ausarbeitung der RAW-Aufnahmen, oder auch nur die Bearbeitung von JPGs aus der Kamera sind ein sehr wichtiger Schritt um eindrucksvolle Fotografien anzufertigen. Der Workshop „Kreative Ausarbeitung mit Adobe Lightroom” musste wegen der Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Corona-Virus leider abgesagt werden, aber ich biete nun auch Eins-zu-eins-Unterstützung über Internet an. Schau wie ich deine Bilder ausarbeiten würde, frag mich nach kreativen Lösungen für schwierige Aufgaben, lerne wie ich das Bild gemacht habe, das dir so gut gefällt …

„Birke #172” vor und nach der Ausarbeitung Weiterlesen 

Von der Aufnahme zum Bild

Einer meinerer Foto-Workshops nennt sich „Von der Aufnahme zum Bild”. Um ein wenig zu illustrieren, womit er sich beschäftigt, möchte ich zwei Beispiele bringen. Sie zeigen, dass die fotografische Aufnahme oft nur der erste Teil des Prozesses ist, der eine Fotografie hervorbringt. Eine sorgfältige Ausarbeitung kann die Bildaussage verstärken, Details hervorheben oder auch Bildteile wegretuschieren, die man bei der Aufnahme nicht weglassen konnte. Ich arbeite außerdem gerne in Schwarzweiß und setze die Farben lieber selbst in Grautöne um, als das der Kamera zu überlassen. Außerdem bevorzuge ich getonte Graustufenbilder.

Beispiel 1

Subhash: „Wald #8291” Weiterlesen 

Die ersten Schritte weg vom Handy

„Ein normaler Mensch braucht heutzutage keine Kamera mehr, er hat ja das Handy”, habe ich unlängst gehört. – Nun, „brauchen” ist relativ, und: Es kommt darauf an!

Wenn ich mir einen Veranstaltungstermin nicht vom Plakat abschreiben will, fotografiere ich es – mit dem Handy. Aber schon für eine optische Notiz einen Ort betreffend oder ein bestimmtes Motiv, eine Idee, ist mir die Handykamera oft zu einschränkend.

Wer sich mit fotografischen Mitteln kreativ ausdrücken will, wer auch technisch gesehen Qualität schaffen will, der braucht eine Kamera. Das Handy reicht dazu fast nie.

Behaupte ich einmal. Weiterlesen 

Cyanotypien sind nicht wiederholbar

Eine Cyanotypie ist nicht exakt wiederholbar, jede ist ein Unikat. Wird sie auch noch getont, ist es noch schwerer eine ähnliche Anmutung zu erreichen wie beim vorigen Mal. Einige Zeit gelang es mir, beinahe neutralgraue „Drucke” herzustellen, aber dann änderte sich irgendetwas, das Papier, die Chemie, die Umgebungstemperatur, die Wasserhärte, … und die Tonung griff nicht mehr so richtig an. Doppelte Dosis, das Bleichen anpassen, länger, kürzer belichten: nichts half. Obwohl ich genaue Aufzeichnungen über den Ausarbeitungsprozess führe, ist es mir nicht möglich, gewohnte Ergebnisse auf die gewohnte Art zu erreichen. Die neutralgrauen Cyanotypien sind anscheinend vorerst einmal Geschichte, was mich betrifft. Und dann war auch noch mein Lieblingspapier plötzlich nicht mehr erhältlich. Längere Suche im Internet führte noch zu ein paar übriggebliebenen Blöcken, aber jetzt scheint Schluss zu sein. So musste ich mich auf die Suche nach neuem Material machen. Nach drei Tagen Testen bin ich erst einmal mit der Papiersuche zu Ende gekommen.

Cyanotypie-Tests Weiterlesen 

Die Welt steht Kopf …

… aber so lange der Kamp aufwärts fließt, ist noch Hoffnung.

Gestern, am 19. Mai ’18 wurde in Gars Engelbert Reis’ Camera obscura-Projekt „Die Welt steht Kopf” eingeweiht. Sein „dunkler Raum” ist 2 x 2 x 2 m groß, frei begehbar und steht zumindest bis 5. August am Wörth (3571, Babenbergerstraße 1). Das durch ein kleines Loch einfallende Licht ergibt auf der gegenüberliegenden Wand ein am Kopf stehendes Bild. Wenn man in die Camera eintritt und die Türe schließt, muss man einige Zeit warten, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Dann aber erscheint das Bild, bewegt und in Farbe, ohne jede Linse. Klares Wetter ist von Vorteil, eine trübe Lichtstimmung erzeugt ein sehr schwaches Bild. Hier ein Beispiel, bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen: Weiterlesen 

Ausarbeitung (Clivia)

Gestern fand der 11. Fotografische Salon in Schwarzenau statt. Ein Ergebnis ist hier zu sehen, und wie so oft ist die Ausarbeitung des „digitalen Negatives” entscheidend für die Bildwirkung, das Herausarbeiten dessen, was an Ort und Stelle gesehen und empfunden wurde. Dieser Aspekt der Fotografie wird auch im Foto-Urlaub in Geras behandelt werden und ist in den wichtigsten Zügen das Thema des angebotenen Lightroom-Kurses. Ein Termin wird übrigens nächste Woche stattfinden.

Subhash: „Clivia #2710” Weiterlesen 

Nicht nachbearbeiten, ausarbeiten!

Es gibt Situationen beim Fotografieren, wo es sehr schwer oder gar nicht möglich wäre mit der Kamera alleine die Stimmung einzufangen, die man empfindet. Jede*r so genannte „ernsthafte Fotograf*in” wird da, wie zu Dunkelkammerzeiten auch schon, eine besonders sorgfältige Ausarbeitung der „Negative” (also der Aufnahmen im RAW-Format) vornehmen. Erst auf diese Art kann man so manches Bild schaffen, das anders wohl nicht zustande gekommen wäre. Es geht da nicht um „Nachbearbeitung”, nicht darum, irgendwelche Fehler auszubügeln oder Composings zu erstellen, sondern einfach um die ganz gewöhnliche Ausarbeitung von Fotografien, die einem sonst die Kamera aus der Hand nimmt. Gerade wenn es darum geht, den Augeneindruck oder die emotionale Wirkung eines Motivs wiederzugeben, ist eine Digitalkamera mit ihrer JPG-Engine des öfteren heillos überfordert.

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Kurs zur kreativen Bildausarbeitung

Beschneiden und Helligkeit/Kontrast-Einstellen ist das, was beinahe jede*r Fotograf*in kennt. Für manche ist das auch schon alles, was sie unter Nachbearbeitung verstehen. Andere wiederum halten sich für Puristen, weil sie ihre Aufnahmen, so wie sie aus der Kamera kommen, als Originale ansehen und nichts daran ändern. Natürlich fotografieren sie in JPG und sind daher völlig der Kamera-Programmierung unterworfen. In meinen Augen sind sie dadurch beinahe so weit wie nur möglich von Purismus entfernt.

„Morgenstimmung #2063” (vor der Ausarbeitung)„Morgenstimmung #2061-64” (nach der Ausarbeitung)

„Morgenstimmung #2061-64” (vor und nach der Ausarbeitung)”

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Die digitale Lochkamera (mit Trailer)

Die Lochkamera ist eine Urform der fotografischen Kamera; umso witziger dieses System mit modernen Spiegelreflex- oder Systemkameras (EVILs) zu verbinden. Fotografieren mit Blende 120 und traumhafte Weichheit zu erzielen hat seinen Reiz! Wer so etwas noch nie gesehen hat, für den ist es schon verblüffend, dass man zum Fotografieren kein Objektiv braucht, keine einzige Linse. Am 30. September ’17 werden wir in Krems im Lochkamera-Workshop ein Loch in unseren Gehäusedeckel bohren und unsere ersten Pinhole-Fotos machen. Das klappt natürlich auch mit analogen Geräten. Weiterlesen 

Ein Workshop für
Handy- & und Profifotograf*innen?!

Subhash: „Ziellos #0254”

„Ziellos #0254”

Wie kann Handy und so genannte Vollformatkamera miteinander arbeiten? Wie ist es möglich, für Anfänger*innen und Profis den selben Foto-Workshop anzubieten und sie noch dazu gleichzeitig teilnehmen zu lassen? Kommt da nicht der eine oder die andere zu kurz? –

Es ist gar kein großes Geheimnis und auch keine eierlegende Wollmilchsau nötig: Die wichtigste Zutat zu einem guten Bild ist ja nicht in der Ausrüstung zu finden, sondern im Menschen, der sie bedient. Dessen Wahrnehmungsfähigkeit zu stärken bewirkt mehr als die wunderbarste Technik und kommt ihm in jeder Situation zugute. Weiterlesen 

Der Goldene Schnitt

Nein, das ist nicht die Drittel-Regel: Der Goldene Schnitt teilt eine Strecke so, dass sich der längere Teil zur ganzen Strecke so verhält, wie der kürzere zum längeren. Er ist überall in der Natur zu finden und ergibt ein harmonisch/dynamisches Verhältnis. Die Fibonacci-Reihe bildet eine zunehmend genauere Annäherung an den Goldenen Schnitt und ergibt sich durch Addition einer Zahl mit ihrer Vorgängerin:

0 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55 89 …

Man sieht gut, dass die Drittel-Regel eine nur sehr ungenaue Annäherung an den Goldenen Schnitt bedeutet. Für die Fotografin, den Fotografen ist das Verhältnis 3:5 praktikabel und genau genug. Man teilt die Strecke in die Hälfte, eine Hälfte wieder in die Hälfte und eines der Viertel, das näher zum Mittelpunkt liegt, nochmals in die Hälfte. Das kann man sich gut vorstellen. Weiterlesen 

Inspiration und Handwerk

Subhash: „Hoch hinaus #9667”

Für alle …

Die allermeisten Beiträge dieses Fotoblogs sind allgemein zugänglich. Über die Schlagworte und die Kategorienwahl in der Seitenleiste lässt sich Übersicht und eine gewisse Ordnung in die Themen bringen.

… und für Mitglieder

Für die, die es genauer wissen und tiefer in die Materie eindringen wollen, sei es künstlerisch oder handwerklich, oder Fotograf*innen, die sich weitere Inspiration holen wollen, gibt es zusätzlich den Mitgliederbereich (Beispiele siehe unten). Der Zugang ist jeweils für ein Quartal (also drei Monate) käuflich zu erwerben. Dadurch wird meine Arbeit an diesem Blog unterstützt. Das bedeutet aber nicht, dass man und frau nach Ablauf des Quartals die in ihm erschienen Beiträge und Tutorials nicht mehr lesen kann. Der Zugang bleibt bestehen, solange dieses Fotoblog bestehen bleibt. Die Beschränkung bedeutet nur, dass Mitglieder-Beiträge, die außerhalb der gekauften Quartale geschrieben wurden, nicht gelesen werden können. Ist ein Abonnement abgelaufen, bekommt man oder frau keine neuen Artikel geliefert, aber das, was gekauft wurde, kann auch weiter verwendet werden. Wie bei einem Zeitschriftenabonnement ja auch. Weiterlesen