Die Welt sehen

Subhash: «Cielo negro #117_2»

«Cielo negro #117_2»

Die Welt ist die Welt, weil du weißt, welche Anschauung erforderlich ist, sie dazu zu machen. Würdest du sie nicht durch Anschauung zu dem machen, was sie ist, dann wäre die Welt anders.

(frei nach Carlos Castañedas Don Juan)

In der deutschen Übersetzung des Originals („Reise nach Ixtlan”) heißt es statt Anschauung „Tun”. Das ist natürlich insoferne gerechtfertigt, als nicht nur körperliches Anschauen und eine geistige Weltanschauung dazu nötig ist. Aber hier in diesem Blog geht’s mir zu allererst um Fotografie, und die hat sehr viel mit Anschauung, geistiger und körperlicher, zu tun. Weiterlesen →

Abwedeln und Nachbelichten

Subhash: «En el lago #1926»

Abwedeln und Nachbelichten – wer von den alten Dunkelkammer-Leuten kennt diese Ausdrücke nicht! Damit konnte man schon zu Ansel Adams 1) 1) Zeiten hohe Kontraste im Zaum halten und den Blick der Betrachterin lenken. Musste man damals jeden einzelnen Abzug eines Negativs händisch von neuem bearbeiten, so funktioniert das heutzutage besser denn je, präzise steuer- und wiederholbar. Weiterlesen →

Zeitraffer in Infrarot (eine Abschweifung)

Subhash: «Cielo negro»

«Cielo negro»

Ich bin kein Videofreund, was das Selbermachen betrifft. Daran hat der Besitz einer Spiegelreflexkamera, die zeitgeistig auch Filmchen machen kann, nichts geändert. Ich mag auch keine Video-Tutorials, weil sie mir nur Zeit stehlen und ich bei Schriftlichem die nötigen Informationen wesentlich schneller finde. Und doch habe ich jetzt diese Abneigung kurz abgelegt und einen kurzen Zeitraffer-Clip produziert. Weiterlesen →

Ein Weg mit Herz 2

Subhash: «Un camino con corazón 2»

«Un camino con corazón 2»

Para mi solo recorrer los caminos que tienen corazón, cualquier camino que tenga corazón. Por ahí yo recorro, y la única prueba que vale es atravesar todo su largo. Y por ahí yo recorro mirando, mirando, sin aliento.
Für mich gibt es nur das Gehen auf Wegen, die Herz haben, auf jedem Weg gehe ich, der vielleicht ein Weg ist, der Herz hat. Dort gehe ich, und die einzige lohnende Herausforderung ist, seine ganze Länge zu gehen. Und dort gehe ich und sehe und sehe atemlos.

(Don Juan in Carlos Castañeda: „Die Lehren des Don Juan”)

Ein Weg mit Herz?

Subhash: «Un camino con corazón?»

«Un camino con corazón?»

„Jedes Ding ist eines von Millionen Wegen. Darum musst du immer daran denken, dass ein Weg nur ein Weg ist. Wenn du fühlst, dass du ihn nicht gehen willst, musst du ihm unter gar keinen Umständen folgen. Um so viel Klarheit zu haben, musst du ein diszipliniertes Leben führen. Nur dann wirst du wissen, dass ein Weg nur ein Weg ist, und dann ist es für dich oder für andere keine Schande, ihm nicht zu folgen, wenn es dein Herz dir sagt …” Weiterlesen →

Petragua

Ausschnitte aus Bildern meiner neuen Foto-Serie namens «Petragua». (Anklicken zum Vergrößern.) Ausschnitte deshalb, weil die Bilder eine gewisse Größe brauchen um zur Geltung zu kommen. Sie sehen hier jeweils etwa ein Fünftel einer Fotografie: Weiterlesen →

Kunst und Alltag

Subhash: «En el lago #1750»

En el lago #1750

Wir wollen die Kunst, dieses Exzeptionelle, dem Alltag vermählen. Die Hand der Dame R. H. ist ein Kunstwerk Gottes. Wir bringen sie photographiert. […] Der Reichtum des Daseins, nahegerückt für die, deren notwendige Geschäftigkeit sie hindert, ihn zu erleben! […] Wir wollen dich erziehen, das heißt aufhalten in deinen Rastlosigkeiten, auf dass du verweilest, schauest, staunest! Es gibt so viel zu schauen und zu staunen! Innezuhalten, zu verharren! Stillgestanden, Allzugeschäftiger! Nütze deine Augen …

(Peter Altenberg: „Kunst”, 1903)

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En el lago 2 y 3

Subhash: «En el lago #1473»

Hui Dsï sprach:
„Ihr seid kein Fisch, wie wollt ihr denn die Freude der Fische kennen?” –
Dschuang Dsï sprach:
„Ihr seid nicht ich, wie könnt ihr da wissen, dass ich die Freude der Fische nicht kenne?”

(Dschuang Dsï: „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland”)

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Mit Polaroid bewusster fotografieren

Die Polaroid „Spirit 600 CL”; © Timo M.

Polaroid „Spirit 600 CL”
© Timo M.

Von analog zu digital …

Meine ersten fotografischen Gehversuche liegen gut zwanzig Jahre zurück. Die Beschränkungen des viel zu kurzen Films, das lange Warten auf die entwickelten Bilder, die Freude und häufig auch Enttäuschung über die Ergebnisse sind noch gut in Erinnerung. Nach einer ganzen Weile Abstinenz kaufte ich mir vor einigen Jahren eine digitale Kamera und die Begeisterung über die scheinbar überwundenen Schranken folgte schnell.

Ein Hoch auf die digitale Fotografie! Hat man die häufig schmerzlichen hohen Anschaffungskosten erst einmal „weggesteckt”, entstehen Bilder am Fließband – es kostet ja schließlich nichts. So kam ich häufig nach einem fotografischen Ausflug mit Unmengen an Fotos zurück und war doch selten zufrieden. Weiterlesen →

„Es malt mich” (oder: Meine Beziehung zur abstrakten Kunst)

Rahi: „Butterfly Newborn”

Rahi: „Butterfly”

Als autodidaktischer Künstler beschäftige ich mich mit großer Begeisterung und Hingabe mit der Malerei. Seit 1999 sind so mehrere hundert „Bilder” entstanden, die immer mehr aus meinem Bauch als aus dem Kopf entstehen. Bevorzugt am Morgen entstehen so die Bilder wie von alleine – es malt mich! Mein eigener Anspruch löst sich auf, und ich genieße es, mich auch selbst zu überraschen. Oft kommt der „Sinn” erst nachher hinein. Wie z.B. im vorliegenden Bild  BUTTERFLY. Weiterlesen →