Taube im Stechschritt

„Vogelgrippe”, 2006 © Foto: Heinz-Peter Bader

„Vogelgrippe”, 2006 © Foto: Heinz-Peter Bader

Im Wiener Künstlerhaus zeigt die Photographische Gesellschaft noch bis Ende Jänner 2012 „Zeit-zeugen – Photographie in Österreich nach 1945” zum Anlass ihres 150. Jubiläums. Auf ihrer Website schreibt sie: „Fast alle bedeutenden, lebenden Photographen werden neben einer gezielten Auswahl von trendweisenden, jungen und aufstrebenden Photokünstlern der Gegenwart zu sehen sein.” Dazu im Gegensatz steht, dass auch Fotografinnen unter den 120 Aussteller*innen zu finden sind. Es handelt sich um eine bunte und doch seltsam begrenzte Sammlung mit Motiven wie beispielsweise den folgenden: Weiterlesen →

Inventur 2011

Subhash: „Gold und Smaragd”

„Gold und Smaragd”

Das Jahr ist um; es liegt nahe Inventur zu machen.

Fotografisch gesehen war das Jahr 2011 für mich ein äußerst produktives und erfolgreiches, und ich hoffe, dass das die Leute im neuen Jahr 2012 auch in noch stärkerem Maße bemerken werden! Zu diesem Zweck werde ich Einiges unternehmen: Lassen Sie sich überraschen!
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24.12. – Burbujas de Luz

Subhash: «Burbujas de Luz»

Burbujas de Luz

Nebelig, trüb, nass, kalt, grau. Reizvoll zum Fotografieren. Und dann kam doch noch das Licht durch. So wie es sich für Weihnachten gehört.

Entwicklung: Standardausarbeitung aus dem RAW, Beschnitt, Umwandlung in Graustufen und Teiltonung.

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Die Kunst des Alltäglichen

Oder: Wenn die Schönheit auf der Straße liegt

Es sind die Geschichten aus denen Legenden entstehen, vom Leben besser geschrieben als es jede Autorin und jeder Autor könnte. Ein Sammler kauft auf einer Auktion einige Kisten samt Inhalt und entdeckt darin zehntausende nicht ausgearbeitete Fotonegative. Diese wiederrum entpuppen sich bald als das Oevre einer der begabtesten – bisher allerdings völlig unbekannten – Photographin der sogenannten „Street Photography”. Die Schöpferin dieser Bilder arbeitete zu Lebzeiten als Kindermädchen und verarmte im Alter völlig. Ihre in der Qualität mit Diane Arbus oder Weegee vergleichbaren Arbeiten hat sie nie auch nur im kleinen Rahmen ausgestellt oder veröffentlicht. Sie stirbt ohne von der Fachwelt beachtet worden zu sein 2009, kurz nach der „Entdeckung” der Arbeiten durch einen zunächst ahnungslosen Immobilienmarkler. In den folgenden Monaten wird das Werk von Vivian Maier posthum auf der ganzen Welt berühmt. Weiterlesen →

eBook: „Vision is Better 2”

Cover „Vision is Better II”

David duChemin hat ein neues eBook als PDF und iPad-App herausgebracht. Es sammelt aus seinem Blog Beiträge zur Fotografie und ihrer Bedeutung für sein Leben. Sein schwerer Unfall beim Fotografieren in Pisa und die Monate der Heilung danach, in denen er erstaunliche Bilder mit seinem iPhone statt seiner Spiegelreflex machte, sind beschrieben und davor sein Aufbruch in ein Abenteuer, wie er es sich weder vorgestellt, noch gewünscht hatte. Weiterlesen →

Scharfsichtige Frauen in Paris

Cover „Scharfsichtige Frauen”

Am Beginn des 20. Jhdts., als die Fotografie noch ein relativ neues Medium war und wenig beschwert und eingeengt durch standardisierte Konventionen oder durch berufliche Ausbildungsstätten, verbrachten auch viele Frauen ihre fotografischen Lehr- und Wanderjahre in Paris.

Lernen hieß damals experimentieren, entdecken, erforschen und vielleicht weniger ein Schema erfüllen, als das heute der Fall ist. Natürlich musste man auch damals ein Bild „richtig” belichten können. „Richtig” unter Anführungszeichen, denn was richtig ist, das konnte man und frau oft noch weitgehend selbst bestimmen. Wenn man eine kleine Leica benutzte, wurde man zwar nicht ernst genommen, aber wenn einem das nichts anhaben konnte, war man relativ frei. Dazu kam die Dunkelkammertechnik, die man sich als Assistentin aneignen durfte und oft auch musste, denn nicht viele hatten die Gelegenheit, im Fach Fotografie eine formelle Ausbildung abzuschließen. Weiterlesen →

Monduntergang & TPE

Subhash: „Vollmond-Untergang”

Monduntergang

Manche Dinge sieht man nicht bevor man sie fotografiert, und manche muss man einfach fotografieren, wenn man sie zum ersten Mal sieht. In der Nacht auf den 15. Juli dieses Jahres habe ich zum ersten Mal seit ich lebe bewusst den Mond untergehen sehen.

Ich weiß nicht mehr, ob ich wusste, dass er an diesem Tag für mich gut zu sehen sein würde, aber sicherlich war mir bewusst, dass Vollmond war. Ich wachte in der Nacht gut ausgeruht auf (was mir selten passiert) und setzte mich an einen Tisch um zu lesen. Als ich den Blick hob, hatte ich groß, rot und eindrucksvoll den Mond direkt vor mir. Weiterlesen →

Blues in my Eyes

Pink Floyd, 1973 (?)

Pink Floyd, 1973 (?)

Seit Jahren fotografiere ich in Konzerten, früher in großen – eines meiner Musikregale ziert ein Foto von einem Pink Floyd-Konzert in der Wiener Stadthalle, vermutlich aus dem Jahr 1973 –, in den letzten Jahren nur mehr an kleinen Veranstaltungsorten. So gut wie immer ohne Auftrag; meist wohlgelitten, manchmal gerade noch geduldet und hin und wieder auch deutlich angefeindet, wenn die anscheinend gewünschten Unterwerfungsgesten dem Veranstalter gegenüber nicht erbracht wurden. Dies sei vorausgeschickt um zu betonen, dass mir an Musik etwas liegt und ich sie gerne auch mit Fotografie verbinde.1)

Nun haben mich meine Vorlieben fürs Niederösterreichische Waldviertel und für Jazz einen eindrucksvollen Fund machen lassen. Mir war Werner Kohn kein Begriff, das muss ich zugeben … Weiterlesen →

Wie man durch HDR reich wird

Hütte als HDR-Bonbon

Typisches
Bonbon-Tone Mapping
(aber es geht auch naturalistischer)

Ein Foto ist eine magere Angelegenheit. Eine Zweihundertfünfzigstel Sekunde meines Lebens. Flach in zwei Dimensionen. Mit einem erbärmlichen Kontrastumfang. Riecht nicht, schmeckt nicht, klingt nicht und ist auch mager in den haptischen Qualitäten – verglichen mit meiner Katze. Unbeweglich, starr und tot.

Nun ja. Ich mag es trotzdem Fotos zu machen. Nicht nur wegen der Ergebnisse – die sind manchmal trotz allem eine Freude – sondern weil ich anders sehe, wenn ich fotografiere. Ich habe durch die Fotografie eine andere Sichtweise erlernt, die Welt präsentiert sich mir anders, und das bereichert mein Leben. Weiterlesen →

Gratis-eBook: 11 Wege zu besseren Fotografien

Cover „11 Ways to Improve Your Photography”

Von Craft&Vision ist ein neues eBook erschienen: „11 Ways to Improve Your Photography” (Englisch). Ich kenne nun zwei Dutzend dieser eBooks von David duChemins Verlag, die man ohne spezielle Hard- oder Software lesen kann, und alle sind sie für mich Inspiration und Freude. Daher biete auch ich sie an, und wenn Sie auf einen Link zu einem dieser eBooks klicken oder auf ein Werbebanner und es dann kaufen, bekomme ich ein paar Cents an Provision, was dieses Blog und meine Fotografie unterstützt. (Das war einmal.)
„11 Ways to Improve” aber ist aus folgendem Grund außergewöhnlich: Es ist gratis! Dabei ist es sehr schön aufgemacht und zeigt viele sehenswerte Fotografien. 11 Autor_innen schreiben über einige der wichtigsten Möglichkeiten, die eigenen Fotos zu verbessern, was auch immer „besser” für Sie selbst bedeuten mag: intensivere, aufmerksamere, emotionellere, technisch bessere, ungewöhnlichere, besser komponierte, dynamischere, strahlendere Bilder … Dieses Buch kann engagierten Anfänger_innen bis zu wahren Könner_innen der Fotografie nützen. Weiterlesen →