Noch sehr klein und schrumpelig, aber schon fleißig durch die Gegend flatternd, zwar erst in den Büschen, doch in ein paar wenigen Jahrhunderten dann ein fürchterlicher … – Drache!

Dragonito
Oder hab’ ich mich getäuscht? Was sehen Sie?
„Fortschritt oder Verbesserung existieren in der Kunst nicht. Es gibt Kunst und es gibt Nichtkunst. Dazwischen gibt es nichts.” (Alfred Stieglitz)
Noch sehr klein und schrumpelig, aber schon fleißig durch die Gegend flatternd, zwar erst in den Büschen, doch in ein paar wenigen Jahrhunderten dann ein fürchterlicher … – Drache!

Dragonito
Oder hab’ ich mich getäuscht? Was sehen Sie?
Im Nationalsozialismus war man sich sicher, dass es Zweck der „entarteten Kunst” sei, den „angeborenen Schönheitssinn des deutschen Menschen zu ertöten” und „das auch politisch angestrebte Chaos” zu verwirklichen. Wessen Kunst nicht vom Können, wie es die Nationalsozialisten anerkannten, käme, der „verkörper[e] die mit künstlerischen Mitteln unterstützte Volksverdummung”. 1)
Auch heute noch hört man dieses geflügeltes Wort oft; gerne wird behauptet, dass es das Können sei, was die Kunst ausmache. Diese Leute sprechen, so meine ich, über Kunstfertigkeit. Über handwerkliches Können, das man tatsächlich nicht gering schätzen sollte, aber das doch mit Kunst nicht notwendigerweise zu tun hat. Auch ich bewundere Könner_innen ihres Handwerks, mehr aber noch Künstler_innen.
Selbstverständlich! Schon allein, dass man eine Fotografie sehen kann, also eine Wirkung auf die Sehnerven des Betrachters vorhanden ist, bedeutet, dass sie zur Wirklichkeit gehört. (Und welche Wahrnehmung gehört denn nicht zur Wirklichkeit? – Illusionen? Sind diese denn nicht auch wirksam?) Jedes Foto wirkt, sonst würde man sich die Frage, ob es die Wirklichkeit zeigt, gar nicht stellen. Aber ob’s die Wirklichkeit zeigt? Die da draußen, die die Platoniker meinen? Ob es also ein weiterer Schatten an der Wand ist, ein Abbild der Wahrheit, die wir Wahrnehmungs-Gefesselten nicht sehen können? Oder ist es nur eine Fälschung, etwas, dass es gar nicht gibt?
Die Frage nach der Wirklichkeitstreue der Fotografie ist schon eine ganz eigene: Wer so fragt, muss daran glauben, dass Fotografie selbstverständlich eine illustrierende, darstellende Funktion hat. In der aktuellen Ausstellung „Real” der Fotogalerie Wien etwa werden künstlerische Positionen präsentiert, die sich „dokumentarisch” mit dem Thema „Lebensraum” auseinandersetzen. Dokumentation als Realitätsderivat?
Stellen wir die Frage nach der Wirklichkeit beispielsweise an Musik, dann wird’s schon viel subjektiver, die Urbedeutung von Wirklichkeit als Wirkung liegt wieder näher. Kein Mensch fragt ernsthaft, ob Goreckis 3. Symphonie eine Fälschung ist oder was sie eigentlich darstellt. Ob sie „in Wirklichkeit” gar nicht existiert. Musik darf für sich stehen und muss nichts anderes meinen. (Das würde ich mir auch für die Fotografie wünschen.) Weiterlesen
Helge Süß hat unter dem Titel „HimmelsKörper” eine Reihe von SW-Fotografien zusammengestellt. Planeten und andere Objekte unseres Sonnensystems treffen auf Basis ihrer mythologischen Deutung auf die sanften Linien und Strukturen menschlicher Körper.
Manche Umsetzungen sind auf den ersten Blick vielleicht nicht nachzuvollziehen, aber immer fotografisch interessant und voll von feinen Strukturen. Die „Weltraum-Stimmung” konnte sehr gut evoziert werden, und doch ist immer auch das Körperliche von Haut und Haar offensichtlich. Weiterlesen
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Noch eine Regel, von der jeder ambitionierte Fotograf heutzutage schon gehört hat, ist „the rule of thirds”, die „Drittel-Regel”. Eine Bildkompostitions-Regel, die besagt, dass der Schwerpunkt eines Bildes auf einem der vier Punkte liegen soll, die sich durch waagrechtes und senkrechtes Dritteln der Bildfläche ergeben. Diese Regel vereinfacht (und verwässert) den Goldenen Schnitt, der in der Natur und bei den alten Malern weit verbreitet ist. Der Goldene Schnitt teilt eine Strecke so, dass das Verhältnis des längeren Teils zum kürzeren dem der Gesamtstrecke zum längeren entspricht. Für den Hausgebrauch ist eine brauchbare Annäherung 3:5, was bei 30 cm Länge eine Abweichung von 1,25 cm zur Drittelregel bedeutet. Kann man also mit freiem Auge sehen. Man sagt, dass eine Teilung im Goldenen Schnitt von den meisten Menschen als harmonisch empfunden wird, was ja durchaus auch stimmt.
Sind also Bilder, die den Goldenen Schnitt berücksichtigen, gut? – Das kommt darauf an. Weiterlesen
Wie viele Bilder pro Sekunde kann Ihre Kamera aufnehmen? Vier? Sechs? 25? (Wenn sie Filmchen drehen kann, dann werden’s wohl 25 sein.) Wie schnell ist denn der Autofokus? Braucht er 0,75 Sekunden um endlich scharf gestellt zu haben? Oder gar noch länger? Haben Sie ein „schnelles” Objektiv, eines, mit dem man auch bei sehr wenig Licht noch auf kurze Belichtungszeiten kommt und Bewegung einfrieren kann?
Sie erinnern sich: Vor ein paar Tagen habe ich über die Regeln geschrieben, die es in der Fotografie gibt. Eine weitere lautet: „Schnell ist gut.” Das Werkzeug soll schnell sein. Wie sonst könnte man die Schnelllebigkeit unserer Zeit einfangen? – Nun … Weiterlesen
In der engagierten Fotografie gelten Regeln: Richtige Belichtung ist beispielsweise gut. Schärfe ist gut. Verzeichnisfreiheit des Objektives ist gut. Wissen, was man überhaupt aufnehmen will, ist gut. Eine überlegte Bildkomposition ist gut. Zufall ist (zumeist) schlecht, mangelnde Kontrolle ist schlecht, Experimente („Herumprobieren”) sind sowieso schlecht.
Also kaufen wir entweder eine vollautomatische Kompakte, die „alles selber macht” und noch dazu richtig, oder eine dieser wunderbaren Spiegelreflexkameras mit superschnellem Autofokus und Bildstabilisator und lernen zu erahnen, wie Licht von einem Sensor verarbeitet werden wird, studieren Tiefenschärfen-Tabellen (Falsch! Profis sagen, es muss „Schärfentiefe” heißen! 1)) und geben Unmengen an Geld aus für korrigierte, lichtstarke Optiken. Und wenn wir dann so ziemlich alles verstanden haben, alle Regeln kennen und nur mehr ganz selten etwas falsch machen, dann … Dann wird die Fotografie manchem manchmal etwas langweilig. Bei Leuten mit Kompaktkamera geht’s meist noch etwas schneller. Weiterlesen

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Schritt für Schritt anhand einer Photoshop-Bildmontage die Grundlagen und fortgeschrittene Photoshop-Techniken nachvollziehen. Teil 1 gratis, Teil 2 zu 2,50 € (Downloadprodukt) Weiterlesen
2009 – wenn ich mich richtig erinnere – war das Jahr der Birne. Unser alter Birnbaum trug so viel wie seit Jahren nicht mehr, überall gab es Birnen in Massen, und sie wurden gerne angenommen. 2011 ist nun das Jahr der Rodung. Es wird umgeschnitten, runtergerissen, niedergewalzt und umgeackert als gelte es, sich gegen einen Urwald ungezähmter Pflanzen durchzusetzen. Die hässliche Fassade wird dem Efeu vorgezogen, Hecken werden weggehackt ohne Rücksicht auf Verluste von Nützlingen und Diversität, Hohlwege ausgebaggert als müssten Sattelschlepper sie befahren. Ganze Allen, in Jahrzehnten gewachsen, werden umgeholzt und durch kümmerliche Produkte einer Baumschule ersetzt, so als wären Bäume Nippes, die man hin und wieder gerne ein wenig umstellt um seine Umgebung neu zu gestalten. Weiterlesen
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