Positionierung

Im Rahmen der Mitgliederausstellung „Handapparat der Neugierde” in der Galerie der IG Bildende Kunst in der Wiener Gumpendorferstraße 10-12 ist meine Arbeit „Positionierung” ab 24. September (Eröffnung 19 Uhr) bis 30. Oktober ’15 zu sehen.
Subhash: „Positionierung #5780-81-83-2”
Die Serie Sommer 2017: fineart-fotografie.at/positioning/

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1 Kommentar zu „Positionierung

  1. Mir scheint das Wesentliche an dem Satz, der Stuart Halls Aussagen zusammenfasst, dass niemand nach einem „wahren Ich” suchen muss. Es gibt keines. Darauf haben natürlich lange vor ihm schon viele, viele Leute hingewiesen, auch in unserem egozentrierten Kulturkreis. Dieser Satz sagt ebenso, dass es nichts Verlässliches, Festes gibt, sondern alles in ständiger Bewegung und Veränderung ist. Da nicken viele mit dem Kopf, aber dieser Hinweis betrifft unser Innerstes, das nach Stuart Hall gar nicht tatsächlich vorhanden, sondern nur eine theoretische Beschreibung ist. Nicht nur das Wetter ändert sich und ist als Begriff entweder ein Sammelsurium für alle möglichen Wettererscheinungen oder eine Momentaufnahme, sondern auch ich, der mir das Gewisseste war, bin nicht als Ding, sondern bloß als Bewegung, als Interferenz mit allem.

    Die scheinbare Beständigkeit des Ich besteht vorzüglich nur in der Kontinuität, in der langsamen Änderung. […] Größere Verschiedenheiten im Ich verschiedener Menschen, als im Laufe der Jahre in einem Menschen eintreten, kann es kaum geben.
    […]
    Das Ich ist so wenig absolut beständig als die Körper. Was wir am Tode so sehr fürchten, die Vernichtung der Beständigkeit, das tritt im Leben schon in reichlichem Maße ein.
    […]
    Das Ich ist unrettbar […]

    (Ernst Mach: „Antimetaphysische Vorbemerkungen” in „Die Analyse der Empfindungen” – Ernst Mach war ein berühmter Wissenschaftler, Physiker, Psychologe, Philosoph; nach ihm ist die Mach-Zahl in der Luftfahrt benannt, die die Geschwindigkeit relativ zur Schallgeschwindigkeit angibt.)

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