Der Goldene Schnitt

Nein, das ist nicht die Drittel-Regel: Der Goldene Schnitt teilt eine Strecke so, dass sich der längere Teil zur ganzen Strecke so verhält, wie der kürzere zum längeren. Er ist überall in der Natur zu finden und ergibt ein harmonisch/dynamisches Verhältnis. Die Fibonacci-Reihe bildet eine zunehmend genauere Annäherung an den Goldenen Schnitt und ergibt sich durch Addition einer Zahl mit ihrer Vorgängerin:

0 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55 89 …

Man sieht gut, dass die Drittel-Regel eine nur sehr ungenaue Annäherung an den Goldenen Schnitt bedeutet. Für die Fotografin, den Fotografen ist das Verhältnis 3:5 praktikabel und genau genug. Man teilt die Strecke in die Hälfte, eine Hälfte wieder in die Hälfte und eines der Viertel, das näher zum Mittelpunkt liegt, nochmals in die Hälfte. Das kann man sich gut vorstellen. Weiterlesen →

Wir brauchen das Ungenaue!

Subhash: «Las sombras #6738»

«Las sombras #6738»

Ob denn die Fotografie überhaupt imstande sei, das Wesen der Dinge wiederzugeben, das fragten sich viele der ersten Fotografen, wo sie doch wahllos eine Unmenge unnützer Details aufzeichne.

„Das Wesen der Dinge”: Wer verschwendet heute noch einen Gedanken daran? Man tut so, als ob Fotografie DIE WAHRHEIT darstelle, obwohl jedem Mitglied der westlichen „Zivilisation” klar sein müsste, dass hier alles Mögliche aufgenommen wird, nur ganz sicher nicht die eine, einzige Wahrheit. Man tut so, als sei diese oberflächliche Ansicht der Dokumentaristen schon das (oder jedenfalls genügend) Wesen der Dinge. Dementsprechend wird dem Detailreichtum gehuldigt, der Schärfe und der Quietschentchen-Buntheit. Das ist selbstverständlich auch Ausdruck eines Glaubens an die Wissenschaft, die sich ja ebenfalls nicht mit einem vermuteten Wesen beschäftigt, sondern mit Details, Stückwerk, Bruchstücken, und glaubt, dadurch DER WAHRHEIT auf die Spur kommen zu können. Weiterlesen →

Gelbbraun

Im Verwelken noch zeigt sich eine wunderbare Oberfläche mit intensiven Farben:

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Das Promo-Video zum Workshop

In engagiertester Arbeit haben Pramesh und ich ein Promotion-Video für unseren Foto-Wahrnehmungs-Aufmerksamkeits-Hab-wieder-Freude-an-der-Fotografie-Workshop „Spiel der Wirklichkeit” aufgenommen. (Eigentlich müsste man sagen: „filmen lassen”.) Nach mühevoller Schneidarbeit und Betitelung ist es nun erschienen.

We (very!) proudly present:

Diese äußerst ambitionierte Arbeit ist es wert in den Olymp der Teaser und Trailer aufgenommen zu werden und wird jeden Zweifel an unserer Kompetenz und Professionalität vernichten!
Mehr zum Workshop: hier

Selbsteinschätzung

Workshop „Spiel der Wirklichkeit” – Rückseite

Flyer – Rückseite 1)

„Was kostet’s?” ist in unserer geldbetonten Wirtschaftsweise eine wichtige Frage. Denn seriöserweise muss ich abschätzen, ob ich mir das Angebotene leisten kann. Ob ich den geforderten Gegenwert in Geld erbringen möchte und kann. Das wäre ja noch relativ einfach.

So einfach ist es aber nicht, wenn man ein wenig nachdenkt. Denn ein bestimmter Geldbetrag ist kein absoluter Wert, obwohl es erst einmal so aussieht; Geld ist kein Wert an sich, sondern ein Symbol für einen Wert, ein Versprechen. Geld kann man nicht essen, man kann sich schlecht damit bekleiden, zum Wände tapezieren ist das Format zu mühselig, zum Einheizen brennt es zu schlecht. Weiterlesen →

Alchemie in Kirchberg

Subhash: „Auszug #5863”

„Auszug #5863”

Außen und Innen gehören zueinander.
Das Suchen nach der Wahren Essenz
findet hier wie dort statt.
Teilen und Wieder-Verbinden ist die Methode,
angewandt wird sie auf Geist und Materie.
Wer zum Kern vordringt findet nichts – und alles.
Was zwei war, wird eins, wird keins.

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Wir sehen die Dinge nicht …

 

… wie sie sind, sondern wie wir sind.

(Anaïs Nin)

Daran ist ja auch gar nichts auszusetzen. Die Dinge sind eben nicht einfach nur so, sie sind immer in Bezug auf etwas anderes oder jemand anderen, einen fotografierenden Menschen beispielsweise. Nur sollte einem das auch bewusst sein: Die Welt ist nicht einfach, sie ist in Bezug auf mich. Sie ist so oder so, weil ich so oder so bin. Damit meine ich keinen hybriden Allmachtsanspruch, denn ich bezweifle, dass mein Sein zu einem nennenswerten Teil meinem Willen unterworfen ist, aber meine Welt – und eine andere kenne ich nicht – ist abhängig von meiner Betrachtungsweise. Weiterlesen →

Spaziergang im Regen

Subhash: „Borretsch #5157”

„Borretsch #5157”

Es lohnt sich rauszugehen und nass zu werden. Gut, wenn die Kamera (und das Objektiv) spritzwassergeschützt ist. Das ist das Lensbaby Composer nicht, aber wenn man ein bisschen acht gibt, dann hält es ein wenig Feuchtigkeit schon aus …

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La separación ardorosa

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