Schwarze Dahlien für Karl Bloßfeldt

Subhash: „Dahlie #3609”

Freigestellt vor hellem Hintergrund: So hatte Bloßfeldt seine Pflanzen meist fotografiert

Dahlien schicken sich zu blühen an. Dunkelgrünes, fast schwarzes Laub bringt Knospen hervor, denen ebenso noch kaum Farbe anzumerken ist. Ein ungewohnter Anblick im saftigen Grün, unter der Buntheit der Zierpflanzen.

Mich erinnert das an die strengen, schwarzweißen Aufnahmen des Bildhauers Karl Bloßfeldt, der einen „Formenkatalog” erstellen wollte, der als Lehr- und Musterbuch für Künstler*innen und Kunsthandwerker*innen dienen sollte. Und ohne es nun explizit anzustreben, erscheinen diese Aufnahmen der „schwarzen” Dahlien in meiner Ausarbeitung ebenfalls sehr streng, metallisch (sie glänzten nass) und hart …
Meine Dahlien sind aber lebendig und wurden nicht abgeschnitten und ins Studio gebracht, sondern im Beet an Ort und Stelle fotografiert. (Das Bild oben hat im Hintergrund eine weiße Wand.) Daher entschied ich mich, sie auch nicht optisch von ihrer Umgebung zu isolieren. Diesmal ist mir das harte Schwarzweiß recht, und so sind die Bilder nicht getont:

 Aufrufe dieser Seite: 6.657

↓ Ähnliche Artikel

  • Das Gleiche, aber verschieden
    Eine Reihe von Testportraits, die sich trotz sehr ähnlichem Gesichtsausdruck in der Gesamtwirkung deutlich voneinander unterscheiden. Weiterlesen
  • Vom Etwas zum Nichts und zurück
    Neues PDF-eBook über Abstrakte Fotografie Ich glaube an den aufregenden Gedanken, dass Fotografie etwas zeigen kann, das noch nie gesehen wurde. Nicht nur fremde Gegenden und seltene Tiere, winzig kleine oder schrecklich große Dinge, auch Dinge beispielsweise, die auf ihrem Schreibtisch liegen, und die Sie so noch nie gesehen haben und vielleicht auch nie sehen würden. Weiterlesen
  • Aufruf: Hilfe für die NSA
    Virtuelle Müll-Durchsuchung für unsere fleißigen Burschen von der NSA. Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert