„See the bigger picture – Kräfte walten”

Die Ergebnisse der ersten Runde unseres Projekts „See the bigger picture” liegen nun vor. 10 Leute haben Fotografien gemailt (einer pausiert). Die Vorschauen bitte anklicken um die Fotografien größer zu sehen! Die zugehörigen „Wissenskarten” sind auch jeweils angegeben.

„Kräfte walten”


Es wurde angeregt, etwas zur Umsetzung zu sagen. Das kann gerne über die Kommentarfunktion geschehen, was die Sache lebendiger gestalten würde.
Die nächste Karte hat Iris gezogen; die zweite Aufgabe lautet:
„Freistellen des Objekts”
(Aufgabenkarte A10)
Die Ergebnisse der zweiten Aufgabe sind ab 1. September hier zu finden.
Hier zu den Regeln des Projekts.

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23 Gedanken zu „See the bigger picture – Kräfte walten

  1. [English version below]
    Ich beginne gleich einmal mit den Kommentaren und zwar deshalb, weil manchmal den Bildern ein Titel gegeben wurde und ich den nicht unterschlagen will.

    • Stephanie hat ihrer Fotografie den Titel
      „Auch Schwerkraft kann aufladen” gegeben.
    • Uli K. seiner „Pflanzenkraft sprengt Mauerwerk”.

    (Zu meinem eigenen Bild dann später in einem extra Kommentar.)


    I’m starting the comments because some gave titles to their photographs and I do not want to ignore them.

    • Stephanie titled her work
      “Gravitation can recharge too”.
    • Uli K. titled “Plant power breaks up masonry”.

    (About my own photograph I will write an extra comment later.)

    • Wow! Tolle Ergebnisse! Bin begeistert von der Kreativität der waltenden Kräfte! 🙂
      Neue Aufgabe klingt auch spannend! Ein Dank an Dich, Subhhash, für die Initiierung dieses Projekts!

      • Ja, es ist immer wieder interessant, wie verschieden ein Motiv oder in diesem Fall ein Thema von verschiedenen Leuten interpretiert wird. Schön, dass so viele mitmachen!
        Wie bist du denn auf deine Fische gekommen? Liegt ja nicht so nahe bei „Kräfte walten” an Fische zu denken … (an den Weißen Hai vielleicht …)

  2. Naja, sind halt leisere Kräfte… 😉 Der kleine Fisch, der das Wasser beiseite schiebt… Ist ja schon sehr kraftvoll! Hatte auch noch andere Bilder zur Auswahl – rangelnde Kinder an einem See – nur die Stimmung der Fische im Wasser hat mich dann mehr angesprochen…
    Und in welcher Werkstatt ist Dein Foto entstanden? Es ist sehr beeindruckend!

    • „Mein” Traktor ist bei uns untergestellt. Ich hatte die Wissenskarte „Linien/Diagonalen” gezogen, die ich nicht mag, weil ich dann immer nur auf Linien schaue und nicht aufs Motiv.
      Ich habe also ein starkes Weitwinkelobjektiv genommen (Bildwinkel der Aufnahme wie 16 mm Brennweite Kleinbild-Entsprechung), weil sich damit die Perspektive und diagonale Linien betonen lassen. Dann bin ich mit dem Stativ in die dunkle Garage und habe einen möglichst dramatischen Ausschnitt mit Linien gesucht. Das Ergebnis ist eine Zeit lang gelegen, dann kam noch eine Ausarbeitung in einer illustrativen Anmutung dazu, also mit weniger Oberflächenstruktur, glatteren Flächen und betonten Linien, weil das dem Thema gut entspricht.
      Diesen Illustrationsstil haben seinerzeit vor ein paar Jahren einige Leute in einem Digitalkameraforum entwickelt. Ich war da auch dabei. Irgendwann hat ihn sich ein nicht unbekannter Fotobuch-Autor unter den Nagel gerissen und unter seinem Namen publiziert.
      Wie’s halt oft so geht im Kapitalismus: Aus Interesse und Engagement arbeiten ein paar Leute unentgeltlich viele Stunden, und dann wird das Ergebnis privatisiert, also geraubt, und der Räuber streicht Geld dafür ein. War ja und ist noch immer genauso bei Privatisierungen von Almenden.

  3. So viele feine Ergebnisse! Die Sache fängt an mir Spaß zu machen – war ich doch bei der ersten Aufgabe etwas zu hyperaktiv; habe nach großen, rohen, zivilisatorischen Kräften gesucht, um was ganz Spektakuläres draus zu machen (wie es RuBi tatsächlich dann auch gemacht hat). War schon am Aufgeben, da wurde ich dieses Holunders gewahr, der völlig friedlich und unspektakulär seine Kraft hat wirken lassen. Damit ließ sich dann auch W01 „Goldener Schnitt“ einiger Maßen umsetzen.
    Die zweite Aufgabe ist noch viel schwieriger, ja fast unmöglich: Freistellen des Objektes, kombiniert mit Froschperspektive. Welche Brennweite soll ich nun nehmen?
    Nun ja, vielleicht habe ich ja wieder das Glück des richtigen Moments am richtigen Platz – Schaumama – let’s see!

    • Hallo Uli, ich würde eine Brennweite nehmen, die eine große Offenblende hat! Natürlich fällt ein stärkeres Tele weg, aber Macro müsste gut geeignet sein. Wenn du, sagen wir mit f/2.8 recht nahe an ein kleines Objekt gehst, dann sollte es gegen eine weiter entfernten Hintergrund freigestellt werden. Oder du suchst dir etwas, das z.B. auf einer Mauerkrone liegt, dann kannst du auch längere Brennweiten verwenden …

  4. Erster Eindruck: Faszinierend, wie die einzelnen Teilnehmer höchst unterschiedliche Interpretationen gestaltet haben! Dadurch, dass man sich selber mit dem Thema auseinandergesetzt hat, „liest“ man ja so ein Foto ganz anders, sozusagen mit Vorinformation.
    Die erste Phase, in der ich mir überlegt habe, welche Kräfte da so in meinem persönlichen Umfeld walten, war unterhaltsam und sehr förderlich für die Wahrnehmung, mit ganz anderen Augen schaute ich den Korkenzieher, den Radi-Schneider, die Honigschleuder, die Nähmaschine und die Rührspuren der Quirle der Küchenmaschine im Kuchenteig an. Erinnerungen an den Physikunterricht kamen wieder hoch, Zug und Druck, Schub, Dampfkraft, Wind- und Wasserkraft, Hitze, Kälte, Elektrizität, Magnetismus, dann der „Zahn der Zeit“ im Gegensatz zur unbändigen Wuchskraft von Pflanzen, es war schwierig für mich, eine Möglichkeit unter den zahllosen auszuwählen und es dann zusammen mit der Wissenskarte „Symmetrie“ umzusetzen. Letzteres hat sich allerdings positiv gewirkt, weil nicht alles, was ich so auf meiner Liste hatte, symmetrisch darstellbar war und ich mich auf das Machbare beschränken musste. Ich versuchte es mit der Nähmaschinennadel, mit einem Nagel, der mit dem Hammer durch ein Brett geschlagen wird, eine Stecknadel, die man in einen Luftballon sticht, ins Finale schaffte es dann der Pfennigabsatz, der deutliche Druckspuren hinterlässt.
    Mich würde interessieren, wie die Denkprozesse bei euch abgelaufen sind! Was hat letztlich den Ausschlag gegeben, gerade das EINE Foto einzusenden?

    • Voll interessant, Deine Denkprozesse! Denn diese interessieren mich
      auch sehr! Es ist tatsächlich ein sehr kraftvolles Foto, was Du ausgewählt hast und ich dachte zunächst, Du hättest wie ich die Zusatzkarte „Farbkontraste“! Nur ist die Symmetrie das natürlich noch auffälligere Element in Deiner tollen, sehr kraftvollen Komposition.
      Zu meinem Motiv habe ich ja schon etwas gesagt. Aber noch ergänzend: im Gegensatz zu Dir, die Du Dir alle Kräfte vor Augen geführt hast, hatte ich vom ersten Moment nur die Wasserkraft im Kopf – ausschließlich. Andere Kräfte kamen überhaupt nicht in meinen Sinn. Da ich Urlaub an einem See machte, beobachtete und fotografierte ich die Kinder, die mit ihren bunten, neonfarbigen (Farbkontraste) Badeanzügen ins Wasser sprangen. Dann fingen sie auf dem Steg an zu rangeln und warfen sich gegenseitig ins Wasser – zunächst dachte ich, dass es aus dieser Serie ein Bild werden würde. Dann tauchten diese entzückenden Goldfische auf und ich entschied mich für die sanfte Kraft, mit der ein Fisch die Oberfläche eines Sees in wallende Kreise verwandelt…

  5. Tolle Bilder! Bin beeindruckt von euren Ideen. Einige der gezeigten Motive waren auch in meiner engeren Wahl (der Traktor ist mir aber nicht so gut gelungen, und Pflanze, die durch Stein oder Asphalt bricht, habe ich keine gefunden. Dann hat mir die verrostete Blechtonne angesprochen, die gut die Zersetzungskräfte von Wasser eind Zeit illustriert. Mit der „Drittelregel“ stehe ich etwas auf Kriegsfuß, die mag ich eigentlich nicht. Naja, das schwarze Loch ist so ungefähr im linken Drittel des Bildes 😉

  6. Hallo aus Norddeutschland,
    ich komme erst jetzt dazu mich zu melden, da wir am Wochenende nicht zuhause waren. Ich finde die Motive in der Umsetzung wirklich spannend und auch für mich war es interessant zu beobachten, wie sich der Blick ändert und man schaut welche Kräfte wo walten. Für mich war die Froschperspektive nicht so einfach umzusetzen…bei anderen Motiven war ich nach der Aufnahme wieder zu Hause und sah dann, dass alles andere krumm und schief war…oder mein Sohn hatte einfach keine Lust den „Kirschkernentsteiner“ so zu halten, wie ich ihn brauchte;-) Dann habe ich mich für mein Trampolin entschieden und konnte durch eine längere Belichtungszeit dem Betrachter hoffentlich zeigen, wie die Schwerkraft die Bespannung in Bewegung setzt. Ich freue mich auf die nächste Aufgabe – lieben Gruß Stephanie

    • [English version below]
      Danke für deinen Bericht! Ja, Bewegung durch Langzeitbelichtung zu visualisieren; daran hat außer dir nur Jayme gedacht.
      Thanks for your report! Only you and Jayme thought of visualizing movement through time exposure.

      • Habe auch versucht Dynamik mit langen Verschlussszeiten und Blitz auf den 2.Vorhang darzustellen wie z.B. Entkorken einer Weinflasche bzw. Krafttraining mit Hantel.
        Leider nicht wirklich gelungen.
        Umso mehr Respekt vor der Aufnahme mit der schönen sanften Dynamik des Trampolins.
        Nachahmenswert.

  7. Ich, RuBi, kann mich Marilli nur vollinhaltlich anschließen. Man erlebt seine unmittelbare Umgebung viel bewusster und intensiver wenn man ihr eine Interpretation abringen muss.
    Auch bei mir war der Korkenzieher und das Entkorken einer Weinflasche ein Thema. Allein, es gelang mir nicht die Dynamik mit den gebotenen fotografischen Mitteln darzustellen. Ebenso gelang es mir nicht meinen Sohn, beim, von ihm geschätzten, Krafttraining richtig in Szene zu setzen.
    Bei meiner Fototour zum Bahnhof Zwettl gelang mir ein, von mir persönlich präferiertes Bild, eines kleinen Plänzchen`s das sich durch eine zarte Spalte einer Bahnschwelle zwängte, unmittelbar neben der Schiene auf der die gußeisernen Räder und Gestänge der Lokomotive ruhten.
    Leider nur in Farbe ausdrucksvoll. Meine Wissenskarte war jedoch MC. Also Fehlanzeige.
    Somit kommt der von Menschenhand geschaffene Koloss und Repräsentant von Kraft selbst in`s Spiel.
    Seit Jahren auf einem Abstellgeleise am Bahnhof, dem Existenzende entgegensehend, oder auf eine rettende, renovierende Liebhaberhand wartend, steht sie da, unbewegt, starr, vom Rost angegriffen und umgeben von pflanzlichen Wildwuchs, scheint dieser Inbegriff an Kraft den Kampf gegen die Zeit und gegen die Natur endgültig zu verlieren.
    Symbolisiert scheint mir das nahende Ende durch die Perspektive und die Solarisation die ein Schwinden der, von Menschenhand geschaffenen, mechanischen Kraft, durch das strukturelle Auslaufen nach links, in das Nichts, zeigt.
    Trotzdem verbinden mich nostalgische Erinnerungen mit diesem Koloss der Kraft an meine Jugend, und ich lasse diese auch psychologisch walten.
    Ich möchte mich an dieser Stelle bei Allen, insbesondere aber bei unserem Mentor, Subhash, die/der so aktiv an diesem höchst interessanten und kommunikativem Spiel teilnehmen, um dieses, an sonst üblicherweise überaus ruhig dahinplätschernden Genre, zu beleben, recht herzlich danken und freue mich, auf eine inspirierende, gemeinsame, interaktive, Zukunft.
    Eine schöne Zeit mit vielen Ideen wünscht euch RuBi.

    • Zum Pflänzchen im Bahnhof, das du nur in Farbe gut fandest:
      Wenn man die Graustufenumwandlung nicht der Kamera überlässt, sondern selbst vornimmt, dann kann man ja bestimmten Farben bestimmte Grauwerte zuweisen, sie zumindest stärker in der Helligkeit beeinflussen. Früher hat man in der analogen SW-Fotografie Filter verwendet, heute geht’s noch differenzierter. Zur Graustufenumwandlung habe ich in diesem Fotoblog einmal einen kleinen Artikel geschrieben: „Mein RAW-Workflow (Teil 3)”

      • Subhash ich danke dir sehr für die ausführliche Darstellung deines Workflows für die Graustufenumwandlung.
        Ich fürchte nur, dass man dafür viel Erfahrung braucht.
        Mein erster Schritt wird sein, Experimentieren.
        Zweiter Schritt,wahrscheinlich unvermeidbar.Fragen
        Danke im voraus

        • Es ist oft schwieriger einen Vorgang zu beschreiben, als ihn durchzuführen. Wenn du das Beispiel selbst durchprobierst, dann hast du sofort optisches Feedback. Eine Graustufenumwandlung in Lightroom ist nicht schwer; am besten probieren. Zu diesem Zweck habe ich jetzt das Bild der Lokomotive, das im betreffenden Artikel verwendet wurde, am Ende des Textes zum Download bereitgestellt. Auch hier sei der Link zum Download angegeben.

  8. Hello from Houston, TX, USA. Thank you for extending the invitation for me to join, Marilli and Subhash. I have really enjoyed tapping into the playful side of photography with these exercises. I sold my DSLR camera a few years ago, so I am shooting with an iPhone. I hope you don’t hold that against me 🙂 I used to be very reluctant to digital photography and insisted on the purity of stamping the image on film, but quickly adapted as things change.
    For my photo, I explored many different options and found that I needed to find something that could allow me to use both hands for the photo. I had many laughable moments trying to squeeze a bottle of paint in one hand and capture the drop of paint using the other free hand to take the photo from a worm’s eye view. For me, I try to keep the experience playful and childlike. Not trying to dictate or force what I want the result to be. Of course, there is planning involved, but I try to approach it with a very open mindset to allow what needs to happen in the moment. This helps me get out of the critic mindset.
    For the final photo I selected, I tied aluminum foil to the ends of a mixer, and let the mixer run while I captured the shot from a worm’s eye view. I shot in „live“ mode on the iPhone, so that I could isolate the frame that captured the centrifugal force.
    I look forward to this continued journey with each of you.

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