Im Straßengraben

Der Straßengraben, dort wo die zu Tode gefahrenen Tiere reingeschleudert werden, wo die schon dringend der Erleichterung bedürftigen Autofahrer reinpinkeln, Wasser und Boden durch Abrieb und Abgas so verschmutzt ist, dass man es mancherorts bereits zum Vergiften von Kleintieren verwendet, aber ansonsten beinahe ausgestorbene Pflanzen zu finden sind – der Straßengraben ist den Meisten keines Blickes würdig. Die einen rasen vorbei und kommen nur unfreiwillig in ihm (wenn sie in den Graben fahren) oder aus Not (siehe oben) an ihm zu stehen, die anderen verachten den Straßengraben als das vielleicht dreckigste Symptom der Krankheit, die durch den „Virus Auto” (Hermann Knoflacher) ausgelöst wird. Aber Schönheit ist überall zu finden, man muss nur hinsehen.
Subhash: „Im Straßengraben”

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2 Kommentare zu „Im Straßengraben

  1. Sich so kunstvoll geformt und geschmückt in den Straßengraben zu legen, das ist … Natur! Es dann auch bemerken und einzufangen, das ist für dich auch ganz natürlich, Subhash. So wirkt es auf mich. Danke Straßengraben, Subhash, …! Veronika

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