Fotoworkshop: „Einander sehen”

Zur besonderen Beachtung

„Portraitfotografie auf Gegenseitigkeit” in Mödling

Subhash: „Aurora und Elias”

Ein Tag der Entdeckungen durch gemeinsames Fotografieren.

Die Teilnehmer*innen dieses Workshops bilden nach dem ersten Kennenlernen Paare und nehmen von einander ein Portrait bei natürlichem oder jedenfalls gegebenem Licht auf: Einen fremden Menschen sehen lernen und versuchen ihn so ausdrucksstark zu fotografieren, dass wir damit unseren Eindruck wiedergeben können. Auf der anderen Seite erfahren, wie man gesehen wird, und vielleicht eine neue Seite an sich kennen lernen. Eine Auswahl der Fotografien in der gesamten Gruppe gemeinsam sichten, und jeweils ein Bild gekonnt ausarbeiten. Weiterlesen

Die Gesellschaft für Abstrakte Fotografie

Subhash: «Amor en una cálida mañana»

«Amor en una
cálida mañana»

Regelmäßige Leser*innen werden es schon bemerkt haben: Mir liegt die nicht-referenzielle Fotografie am Herzen. Im Zuge meiner Auseinandersetzung damit bin ich nun auf die Gesellschaft für Abstrakte Fotografie gestoßen. Ihre Website listet viele entsprechende Künstler*innen auf, zum Teil mit mehreren Bildbeispielen, und bringt eine interessante Literaturliste. Ausstellungen der Abstrakten Fotografie werden ebenfalls angekündigt. Weiterlesen

Prager Fotografie (Teil 3 – Jan Reich)

Plakat zur Ausstellung Jan Reich

Eine große Retrospektive ist dem tschechischen Fotografen Jan Reich gewidmet, der vor 3 Jahren verstorben ist: Über 420 Fotografien kann man in einem Seitenflügel der Prager Burg noch bis in den Sommer sehen (Plakat links). Seine Frau Jana Reichová kuratierte diese Ausstellung.

Reich fotografierte in Schwarzweiß mit einer alten Holzkamera, die er vom berühmten Josef Sudek geerbt hat, in dessen Museum ich es auf meiner kurzen Prager Fotoreise leider nicht mehr geschafft habe.1) Er konzentrierte sich hauptsächlich auf tschechoslowakische Landschaften und auf vom Untergang bedrohte Ansichten von Teilen Prags. Während eines mehrmonatigen Parisaufenthalts verwendete er aber auch eine kleine Leica zur Street Photography. Weiterlesen

Prager Fotografie (Teil 2)

Sonnenuntergang auf der Karlsbrücke

Wenn man in einer Großstadt zu Fuß bei strahlendem Sommerwetter mit großem Fotorucksack und Stativ unterwegs ist, wird man schon ein wenig belächelt. Die Leute haben ihre zigarettenschachtelkleinen Digitalkameras in der Brust- oder Handtasche und verstehen nicht, zu welchem Zweck sich da jemand dermaßen abmüht. Wer aber einmal versucht hat, mit einem 600 mm-Ojektiv (Kleinbildäquivalent) ein Motiv so aufzunehmen, dass man noch halbwegs von Bildgestaltung sprechen kann, wozu das Motiv beim Anvisieren eben einigermaßen ruhig im Rahmen stehen bleiben muss, der weiß, dass ein Stativ auch bei heller Sonne nicht immer unnötig ist. Von dunklen Gassen oder gar Kirchen will ich überhaupt nicht reden. Und irgendwann geht auch die Sonne unter. Weiterlesen

Prager Fotografie (Teil 1)

Barbora a Radim Žůrkovi: „The River – Untitled 01”

© Barbora a Radim Žůrkovi; aus der Serie „The River”

Seit langem habe ich auf der Startseite meiner Website ein You-Tube-Filmchen verlinkt, das Brechts „Lied von der Moldau”, gelesen von eddusfledermaus, hören lässt. Diese Interpretation von Brechts Gedicht hat mich sehr berührt.

Prag kannte ich allerdings nur vom Durchfahren mit der Bahn. Der Prager Bahnhof bzw. dessen Glasdach war mir dabei schon früher ein Foto wert: Weiterlesen

Den Brunnen der Kreativität auffüllen

Subhash: „Ysperklamm”

„Ysperklamm”

Für manche Menschen sind Worte wie Kreativität oder Inspiration nur Wischiwaschi. Für sie ist mit Fleiß, Wissen und viel Arbeit alles getan. Vielleicht stimmt das ja auch (für sie). Vielleicht sind sie ständig so begnadet, das ihnen gar nicht auffällt, dass sie andauernd von einer Muse geküsst werden. Vielleicht aber wurden sie noch nie geküsst und kennen den Unterschied weder aus eigener Erfahrung, noch wissen sie, dass es ohne Inspiration (d.i. „Begeisterung”) keine großartigen Bilder geben kann. Weiterlesen

Archivechte Pigmentprints

Subhash: „Richtung Mödling”

„Richtung Mödling”

Von Zeit zu Zeit lasse ich einen Pigmentdruck für mich oder eine/n Kundin/en machen. Ein Bild in 30 x 40 cm an der Wand zu sehen hat schon etwas für sich. Edles FineArt-Papier kann einer Fotografie den letzten Schliff geben. Wenn Sie noch zusätzlich ein (säurefreies) Passepartout besorgen, ist der Langlebigkeit am besten gedient und auch eine Ästhetik erzielt, die das Bild vorzüglich zur Geltung bringt. Weiterlesen

Emanuel Raab: „Winterwald”

Emanuel Raab: „Winterwald”

Buch zur Austellung

Kein Unterholz, Fichten in Reih und Glied, gerade gewachsen und vor allem schnell: Das bedeutet dem Ökonomen „Wald”. Nicht so Emanuel Raab, der Mittelformatkamera und Stativ ins Dickicht geschleppt und wundervoll komponierte, zarte und meditative Fotografien gemacht hat. Sie sind in Berlin noch bis 29. April und im Buch zur Ausstellung aus dem Kehrer-Verlag zu sehen. „Die Zeit” hat ihr eine Fotostrecke gewidmet. Weiterlesen

Kreative Arbeit mit dem Lensbaby

Oder: Etwas Ordnung ins Chaos setzen

Lensbaby Composer Pro mit Optik „Sweet 35”

Lensbaby Composer Pro für FourThirds

Ich glaube, was wir in den Schulen und auf Universitäten lernen, ist nicht alles. Ich glaube, was uns die Zeitungen, Magazine, das Fernsehen und das Internet zeigen, ist nicht die ganze Welt. Ich glaube daran, dass Fotografieren die Wahrnehmung erweitern kann. Sie ist ein Mittel mehr von der Welt zu erfahren, indem man lernt auf andere Art zu sehen.

Jedes Objektiv fordert das „Sehen”, die Kraft der Vorstellung auf andere Weise. Während manche die Spezialobjektive von Lensbaby verächtlich als bloße Spielerei abtun, mein ich, dass auch sie das Potential haben, Kreativität und Inspiration aufzufrischen und das Sehen und damit das Leben ein wenig zu bereichern. Weiterlesen