Darth Vader und die Eisbären

Der Foto-Workshop am Samstag zeigte uns das Waldviertel, wie man es sich vorstellt: Schneefall, kalt, diesig (und ein bisschen mystisch, wie es die Werbung verspricht) mit einem streckenweise recht wilden Fluss. Ich muss zugeben, ich wäre hinterm Ofen sitzen geblieben, wenn es nicht diesen Termin gegeben hätte. Und ich hätte was versäumt: Es war nicht so kalt, sondern gerade richtig, so dass der Schnee trocken war. Der Wind war sehr mäßig und der Schnee nicht zu hoch, so kamen wir auch im Wald gut durch. Ja, beim Objektivwechsel mussten wir aufpassen, dass es uns nicht in die Kamera schneit und die Frontlinsen waren immer in Gefahr nass zu werden. Spritzwassergeschützten Kameras und Objektiven machte das Wetter nichts aus.

Subhash: «El miraje #4554»

| Kamera: Olympus E-5 | Brennweite: 100mm | Belichtungszeit: 1/5s | Blende: ƒ/10 | ISO: 200 | Datum: 15. Dez. 2018 | Urheber: Subhash | Exposure bias: |

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Vorschau Foto-Workshops Frühjahr 2019

In diesem Jahr findet noch der Workshop „Die Landschaft des Oberen Kamptals” Mitte Dezember statt. Für nächstes Jahr ist die Planung angelaufen. Es wird auch wieder einen Workshop „Spiel der Wirklichkeit” in Weitra geben. Noch ist aber kein Termin fixiert.

Hier eine erste Vorschau der Foto-Workshops im Frühjahr kommenden Jahres:

laufend Kreative Ausarbeitung
mit Lightroom
Halbtags-Workshop in Schwarzenau
So, 13. Jänner „Von der Aufnahme zum Bild”
Gemeinsam Fotografieren, gemeinsam digital entwickeln
Tages-Workshop in Heidenreichstein und Schwarzenau
So, 17. Februar „Impressionistische & abstrakte Fotografie”
Techniken der abstrahierenden, emotionalen Fotografie
Tages-Workshop in Schwarzenau & Umgebung
So, 17. März „Erste Schritte weg vom Handy”
Weg von der Automatik, hin zum gestalteten Bild
Tages-Workshop in Schwarzenau
So, 28. April „Das Spiel der Wirklichkeit”
Routinen aufbrechen, Klischees ablegen
Tages-Workshop Schwarzenau & Umgebung
Sa, 11. Mai Landschaftsfotografie im Oberen Kamptal
Klassische, künstlerische und experimentelle Landschaftsfotografie im Frühling
Tages-Workshop nahe Roiten

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Piedras

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Die Landschaft des Oberen Kamptals

… ist zu jeder Jahreszeit beeindruckend. Wenn wir auch nicht wissen, ob Mitte Dezember Schnee liegen und der Kamp teilweise zugefroren sein wird, sind wir dennoch sicher, dass sich eine Foto-Wanderung lohnen wird. Im August waren wir froh über die Abkühlung des kalten Baches, im September leuchteten die Farben bei Nieselregenwetter und wunderbar weichem Licht – was wird uns im Dezember erwarten? Nebel mit eindrucksvollen Luftperspektiven oder eine weiße Schneedecke bei strahlendem Sonnenschein und deutlichen Minusgraden? Farben und Strukturen werden jedenfalls eher zurücktreten und grafischeren Ansichten Platz machen. Der Abschluss des Workshops wird eine gemeinsame Sichtung der Bilder und die digitale Entwicklung und Ausarbeitung des einen oder anderen Bildes sein.

Subhash: „Braunau #3261” Weiterlesen 

Die ersten Schritte weg vom Handy

„Ein normaler Mensch braucht heutzutage keine Kamera mehr, er hat ja das Handy”, habe ich unlängst gehört. – Nun, „brauchen” ist relativ, und: Es kommt darauf an!

Wenn ich mir einen Veranstaltungstermin nicht vom Plakat abschreiben will, fotografiere ich es – mit dem Handy. Aber schon für eine optische Notiz einen Ort betreffend oder ein bestimmtes Motiv, eine Idee, ist mir die Handykamera oft zu einschränkend.

Wer sich mit fotografischen Mitteln kreativ ausdrücken will, wer auch technisch gesehen Qualität schaffen will, der braucht eine Kamera. Das Handy reicht dazu fast nie.

Behaupte ich einmal. Weiterlesen 

Farbe, Form und Linie

Farbe, Form und Linie sind wesentliche Elemente jedes Motivs und Bildes. Selbstverständlich gibt es noch andere, wie z.B. Textur, aber auf diese wollte ich zu Gunsten der drei genannten einmal verzichten. Durch eine spezielle Aufnahmetechnik ist es möglich, auch Fotografien auf diese grundlegenden abstrakten Eigenschaften zu reduzieren. So eine Beschränkung lässt einen bewusster als sonst darauf achten, wie das „optische Gewicht” der Bildelemente zusammenspielt. Keine Details lenken davon ab. Weiterlesen 

Von der Aufnahme zum Bild

Im Gegensatz zu so manchen sich selbst oft gerne als „Purist*innen” bezeichnenden Fotograf*innen bin ich der Meinung, dass es schade ist, eine Aufnahme nicht selbst zu entwickeln, sondern das der Kameraautomatik (bzw. im analogen Fall dem Entwicklungs- und Abzugsdienstleister) zu überlassen. Leute, die auf die Ausarbeitung, sei sie analog oder digital vorgenommen, verzichten, nehmen nur einen Teil der Möglichkeiten der Fotografie wahr. Die JPG-Engines der Kameras funktionieren ja für vieles ganz brauchbar, hervorragende Bilder lassen sich mit ihrer Hilfe aber kaum herstellen.

Aufnahme und Ausarbeitung am Beispiel „Hängender Stein” Weiterlesen 

Cyanotypien sind nicht wiederholbar

Eine Cyanotypie ist nicht exakt wiederholbar, jede ist ein Unikat. Wird sie auch noch getont, ist es noch schwerer eine ähnliche Anmutung zu erreichen wie beim vorigen Mal. Einige Zeit gelang es mir, beinahe neutralgraue „Drucke” herzustellen, aber dann änderte sich irgendetwas, das Papier, die Chemie, die Umgebungstemperatur, die Wasserhärte, … und die Tonung griff nicht mehr so richtig an. Doppelte Dosis, das Bleichen anpassen, länger, kürzer belichten: nichts half. Obwohl ich genaue Aufzeichnungen über den Ausarbeitungsprozess führe, ist es mir nicht möglich, gewohnte Ergebnisse auf die gewohnte Art zu erreichen. Die neutralgrauen Cyanotypien sind anscheinend vorerst einmal Geschichte, was mich betrifft. Und dann war auch noch mein Lieblingspapier plötzlich nicht mehr erhältlich. Längere Suche im Internet führte noch zu ein paar übriggebliebenen Blöcken, aber jetzt scheint Schluss zu sein. So musste ich mich auf die Suche nach neuem Material machen. Nach drei Tagen Testen bin ich erst einmal mit der Papiersuche zu Ende gekommen.

Cyanotypie-Tests Weiterlesen