Wie Wirklichkeiten in Geras spielen können

Marmorsaal (ehemaliges Sommerrefektorium) des Stiftes Geras

Der Marmorsaal mit dem Troger-Fresko

Nun ist der erste Workshop in diesem Jahr im Prämonstratenser-Stift Geras auch schon vorbei. Wir hatten eine feine Gruppe und viel Freude am Durchbrechen von Gewohnheiten. Es war sehr kalt, aber es gab viel Sonne und einen warmen Seminarraum. Den braucht man in einem echten Waldviertler Winter auch.
Wie schon in Weitra im Herbst vorigen Jahres war es eine Freude für mich diesen Workshop mit Pramesh zu leiten. Ich glaube, auch diesmal ist für jede*n etwas dabei gewesen, und es sind fast nebenbei wieder ein paar tolle Fotos entstanden, obwohl (oder weil) der Fokus ja eher auf dem Experimentieren, Ausprobieren und Spielen stand. Wir haben viel gelacht. Natürlich bedeutet so ein Workshop trotzdem intensive Arbeit bis in die Nacht hinein. Das Team des Gästehauses hat uns aber tatkräftig unterstützt, so dass wir ein paar unbeschwerte Tage verbringen konnten.
Es gab eine Meniskus-Spontanheilung, einen Besuch von Andy Warhol und einen klaustrophobischen Glockenstubenbesuch. Wenn man nicht starr an Konzepten festhält, sondern Offenheit und Freude das Ziel ist, dann kann eben allerlei passieren.
Als Seminarleiter kam ich nicht viel zum Fotografieren, aber ein paar dokumentarische Bilder sind doch entstanden:


Zu entdecken gäbe es noch einiges – Teil 2 des heurigen Geraser „Spiels der Wirklichkeit” folgt ja im August; vielleicht sehen wir uns da.

 Aufrufe dieser Seite: 4.961

↓ Ähnliche Artikel

  • Kreative Beschränkung
    Die Reduktion auf ein Objektiv und eine einzige, große Blende hat ihren Reiz, aber auch ihre Schwierigkeiten. Die Tiefenschärfe ist klein, die Schärfeebene haargenau zu setzen, und ein Stativ hätte des öfteren geholfen. Weiterlesen
  • Tomar los colores
    Licht und eines der Wesen mit besonderem Bezug dazu Abstraktion muss nicht Ungegenständlichkeit bedeuten. Nahaufnahmen oder Makro-Aufnahmen, besonders solche mit weit offener Blende, haben das abstrahierende Element durch die minimale Tiefenschärfe schon in sich. Es bleiben wenige Millimeter oder sogar nur Bruchteile von Millimetern, die einen scharfen Eindruck des Motivs vermitteln. Mein letztes eBook „Vom Etwas zum Weiterlesen
  • Frágil
    Frágil (Waldrebe) „Dünn, gebrechlich, vergänglich, zart” übersetzt leo.org für das spanische «frágil». So zäh und widerstandsfähig die Waldrebe auch ist, ihre Samenstände wirken immer sehr zart und duftig. Ein Firmeware-Update für das Olympus Zuiko 70-300 mm Zoom, das die manuelle Scharfeinstellung verbessert (tut es tatsächlich!), und das Beispiel eines Olympus-Kollegen 1) erinnerten mich an die Nahaufnahmefähigkeiten dieses Objektivs. Das Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert