24.12. – Burbujas de Luz

Subhash: «Burbujas de Luz»

Burbujas de Luz

Nebelig, trüb, nass, kalt, grau. Reizvoll zum Fotografieren. Und dann kam doch noch das Licht durch. So wie es sich für Weihnachten gehört.

Entwicklung: Standardausarbeitung aus dem RAW, Beschnitt, Umwandlung in Graustufen und Teiltonung.

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Zeigt ein Foto die Wirklichkeit?

Wirklich Wirklichkeit?

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Selbstverständlich! Schon allein, dass man eine Fotografie sehen kann, also eine Wirkung auf die Sehnerven des Betrachters vorhanden ist, bedeutet, dass sie zur Wirklichkeit gehört. (Und welche Wahrnehmung gehört denn nicht zur Wirklichkeit? – Illusionen? Sind diese denn nicht auch wirksam?) Jedes Foto wirkt, sonst würde man sich die Frage, ob es die Wirklichkeit zeigt, gar nicht stellen. Aber ob’s die Wirklichkeit zeigt? Die da draußen, die die Platoniker meinen? Ob es also ein weiterer Schatten an der Wand ist, ein Abbild der Wahrheit, die wir Wahrnehmungs-Gefesselten nicht sehen können? Oder ist es nur eine Fälschung, etwas, dass es gar nicht gibt?

Die Frage nach der Wirklichkeitstreue der Fotografie ist schon eine ganz eigene: Wer so fragt, muss daran glauben, dass Fotografie selbstverständlich eine illustrierende, darstellende Funktion hat. In der aktuellen Ausstellung „Real” der Fotogalerie Wien etwa werden künstlerische Positionen präsentiert, die sich „dokumentarisch” mit dem Thema „Lebensraum” auseinandersetzen. Dokumentation als Realitätsderivat?

Stellen wir die Frage nach der Wirklichkeit beispielsweise an Musik, dann wird’s schon viel subjektiver, die Urbedeutung von Wirklichkeit als Wirkung liegt wieder näher. Kein Mensch fragt ernsthaft, ob Goreckis 3. Symphonie eine Fälschung ist oder was sie eigentlich darstellt. Ob sie „in Wirklichkeit” gar nicht existiert. Musik darf für sich stehen und muss nichts anderes meinen. (Das würde ich mir auch für die Fotografie wünschen.) Weiterlesen →

Impressionistische Fotografie

Subhash: La borrasca

La borrasca

In der engagierten Fotografie gelten Regeln: Richtige Belichtung ist beispielsweise gut. Schärfe ist gut. Verzeichnisfreiheit des Objektives ist gut. Wissen, was man überhaupt aufnehmen will, ist gut. Eine überlegte Bildkomposition ist gut. Zufall ist (zumeist) schlecht, mangelnde Kontrolle ist schlecht, Experimente („Herumprobieren”) sind sowieso schlecht.

Also kaufen wir entweder eine vollautomatische Kompakte, die „alles selber macht” und noch dazu richtig, oder eine dieser wunderbaren Spiegelreflexkameras mit superschnellem Autofokus und Bildstabilisator und lernen zu erahnen, wie Licht von einem Sensor verarbeitet werden wird, studieren Tiefenschärfen-Tabellen (Falsch! Profis sagen, es muss „Schärfentiefe” heißen! 1)) und geben Unmengen an Geld aus für korrigierte, lichtstarke Optiken. Und wenn wir dann so ziemlich alles verstanden haben, alle Regeln kennen und nur mehr ganz selten etwas falsch machen, dann … Dann wird die Fotografie manchem manchmal etwas langweilig. Bei Leuten mit Kompaktkamera geht’s meist noch etwas schneller. Weiterlesen →