Fotografieren wie die alten Chinesen

Gross & Shapiro: The Tao of Photography

„Seeing beyond seeing” lautet der Untertitel dieses Buches, also „Sehen jenseits von Sehen”. Jenseits von konventionellem, uninspiriertem, vorgestanztem Sehen. Es handelt sich um eines der besten Bücher über Fotografie, das ich kenne. Vielleicht abgesehen von der Kamera-Gebrauchsanweisung, denn wenn man nicht einmal weiß, wie Blende und Belichtungszeit zusammenhängen, ist erst einmal ein wenig Technikstudium angezeigt. Aber wenn es einem darum geht, bessere Fotos zu machen – Scharfstellen und richtig belichten kann man schon – dann hat der alte Chinesische Weise Dschuang Dsï, erhellt durch die Philosophen S. I. Shapiro und Phillipe L. Gross, der als Fotograf viele Bildbeispiele liefert, eine Menge zu sagen.

We look at the world and see what we have learned to believe is there. We have been conditioned to expect….but as photographers, we must learn to relax our believes.

Aaron Siskind

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Heute 50% bei Craft & Visions

Cover “The Visual Storyteller”

Fast alles um 50% billiger! Füllen Sie Ihre digitale Bibliothek mit den Fotolehrbüchern, die Sie immer wollten.
Fast jedes Produkt im C&V-Shop ist um 50% ermäßigt. Das sind etwa 80 großartige Gelegenheiten Ihre fotografischen Fähigkeiten zu erweitern, alle um halb so viel von dem, was die meiste Leute ohnehin schon als sehr günstige Preise empfinden.
Die Aktion ist bereits gültig. Keine Codes oder Coupons sind nötig, füllen Sie nur Ihren Warenkorb und fertig! Dieses Angebot gilt bis 23:59 (PST) am Freitag, den 29. November 2013.
Und wer mein Fotoblog nicht regelmäßig liest und diese Nachricht zu spät gesehen hat, der kann sich immerhin fürs Erste die drei Gratis-eBooks besorgen:

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Die herbsthimmelsblaue niedergeduckte Spiralstrahlenstachelige

Da gehe ich spazieren, obwohl es draußen so schön ist, also so schönes Wetter ist, und obwohl ein Scheiß-Licht ist, weil grade um die Mittagszeit, nehme ich die Kamera mit, denn man kann nie wissen, wann einem die Muse niederrafft und -schmust, und so gehen wir, nämlich sie und ich und gehen einen neuen Weg, weil man ja auch neue Wege gehen soll, sonst ist’s ja immer das Alte, Weiterlesen

Lesung im Rahmen von „Fern.Weh”

Christof Aigner: Sessel im Boot (Ausschnitt)

© Christof Aigner: „sessel im boot” (Ausschnitt)

Wer keine Gelegenheit hatte, die Eröffnung der Ausstellung Fern.Weh zu besuchen, die neben Skulpturen, Malerei und Multimedia auch Fotografien zeigt (von Christof Aigner und meiner Wenigkeit), hat am kommenden Donnerstag, den 22. November 2012 eine attraktive nächste Gelegenheit: Lesung mit Barbara Neuwirth und Julian Schutting; Musik mit Marwan Abado im Rahmen der Austellung ab 19 Uhr im kunstraumarcade, A-2340 Mödling, Hauptstraße 79. Weiterlesen

Neue Fotozeitschrift „Photograph”

Cover “Photograph”

Craft & Vision bringt eine neue Fotozeitschrift als werbefreies PDF um nur 8 US$ pro Ausgabe oder 24 US$ für das Jahresabonnement (4 Ausgaben). Die erste Nummer hat 132 Seiten, bringt Portfolios dreier Fotografen und viele Artikel, die mit Herz und Hirn geschrieben wurden (d.h. zeigen, dass es nicht nur um technische, sondern vor allem auch um künstlerische Belange geht). Weiterlesen

In welchen Himmel kommen tote Sonnen?

Cover Henri Huhki Edelbauer: „In welchen Himmel kommen tote Sonnen?”

Zugegeben: Es ist kein Fotobuch: Im Inneren befindet sich ein einziges Bild (das zeigt den Autor und ist schlecht gedruckt), und sonst gibt es nur eines am Cover, das sehen Sie hier links (groß auf Anklicken). Warum also wird dieses Buch hier vorgestellt, hier in einem Fotoblog? –

Nun, weil es ein philosophisches Fotoblog ist und Huhki mit diesem Buch ein philosophisches Werk vorlegt, dass auch Fotograf*innen inspirieren kann, geht es doch oft genug in seinen Texten um Wahrnehmung, Erkenntnis und Kreativität, worauf der geneigte Leser, die stöbernde Leserin dann mit Neugier, Begeisterung, Verwirrung, Verwunderung und/oder Unverständnis reagieren mag, ungefähr in dieser Reihenfolge, wobei ein Gefühl dabei nicht die vorigen auslöscht, sondern sich nur – zeitweise dominant – druntermischt, und Unverständnis auch nicht das ist, was bleibt, sondern ein Amalgam aus allen Reaktionen. Fad wird einem jedenfalls nicht dabei. Weiterlesen

Den Brunnen der Kreativität auffüllen

Subhash: „Ysperklamm”

„Ysperklamm”

Für manche Menschen sind Worte wie Kreativität oder Inspiration nur Wischiwaschi. Für sie ist mit Fleiß, Wissen und viel Arbeit alles getan. Vielleicht stimmt das ja auch (für sie). Vielleicht sind sie ständig so begnadet, dass ihnen gar nicht auffällt, dass sie andauernd von einer Muse geküsst werden. Vielleicht aber wurden sie noch nie geküsst und kennen den Unterschied weder aus eigener Erfahrung, noch wissen sie, dass es ohne Inspiration (d.i. „Begeisterung”) keine großartigen Bilder geben kann. Weiterlesen

Kreative Arbeit mit dem Lensbaby

Oder: Etwas Ordnung ins Chaos setzen

Lensbaby Composer Pro mit Optik „Sweet 35”

Lensbaby Composer Pro für FourThirds

Ich glaube, was wir in den Schulen und auf Universitäten lernen, ist nicht alles. Ich glaube, was uns die Zeitungen, Magazine, das Fernsehen und das Internet zeigen, ist nicht die ganze Welt. Ich glaube daran, dass Fotografieren die Wahrnehmung erweitern kann. Sie ist ein Mittel mehr von der Welt zu erfahren, indem man lernt auf andere Art zu sehen.

Jedes Objektiv fordert das „Sehen”, die Kraft der Vorstellung auf andere Weise. Während manche die Spezialobjektive von Lensbaby verächtlich als bloße Spielerei abtun, mein ich, dass auch sie das Potential haben, Kreativität und Inspiration aufzufrischen und das Sehen und damit das Leben ein wenig zu bereichern. Weiterlesen

You listen. And you play.

Subhash: «El escondite», 2012

«El escondite»

Der Trompeter und Bandleader Miles Davis verlangte vom jungen Percussionisten Airto Moreira, nicht „draufzuhauen”. Airto spielte also ganz zart und vorsichtig, aber das war es nicht, was gemeint war. Nach dem ersten Set präzisierte Miles:

You listen. And you play.

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Vom Etwas zum Nichts und zurück

Cover Vom Etwas zum Nichts, vom Nichts zum Etwas

Neues PDF-eBook über Abstrakte Fotografie

Ich glaube an den aufregenden Gedanken, dass Fotografie etwas zeigen kann, das noch nie gesehen wurde. Nicht nur fremde Gegenden und seltene Tiere, winzig kleine oder schrecklich große Dinge, auch Dinge beispielsweise, die auf ihrem Schreibtisch liegen, und die Sie so noch nie gesehen haben und vielleicht auch nie sehen würden. Ich glaube Fotografien aufnehmen zu können, die Unerkanntes zeigen und die nie jemand anfertigen wird, wenn ich es nicht tue. Und ich weiß, dass man seine Welt bereichert, wenn man das ganz Gewöhnliche nicht mehr auf altbekannte und langweilige Art wahrnimmt, sondern es schafft, neu hinzusehen. Weiterlesen

eBook: „Vision is Better 2”

Cover „Vision is Better II”

David duChemin hat ein neues eBook als PDF und iPad-App herausgebracht. Es sammelt aus seinem Blog Beiträge zur Fotografie und ihrer Bedeutung für sein Leben. Sein schwerer Unfall beim Fotografieren in Pisa und die Monate der Heilung danach, in denen er erstaunliche Bilder mit seinem iPhone statt seiner Spiegelreflex machte, sind beschrieben und davor sein Aufbruch in ein Abenteuer, wie er es sich weder vorgestellt, noch gewünscht hatte. Weiterlesen

Scharfsichtige Frauen in Paris

Cover „Scharfsichtige Frauen”

Am Beginn des 20. Jhdts., als die Fotografie noch ein relativ neues Medium war und wenig beschwert und eingeengt durch standardisierte Konventionen oder durch berufliche Ausbildungsstätten, verbrachten auch viele Frauen ihre fotografischen Lehr- und Wanderjahre in Paris.

Lernen hieß damals experimentieren, entdecken, erforschen und vielleicht weniger ein Schema erfüllen, als das heute der Fall ist. Natürlich musste man auch damals ein Bild „richtig” belichten können. „Richtig” unter Anführungszeichen, denn was richtig ist, das konnte man und frau oft noch weitgehend selbst bestimmen. Wenn man eine kleine Leica benutzte, wurde man zwar nicht ernst genommen, aber wenn einem das nichts anhaben konnte, war man relativ frei. Dazu kam die Dunkelkammertechnik, die man sich als Assistentin aneignen durfte und oft auch musste, denn nicht viele hatten die Gelegenheit, im Fach Fotografie eine formelle Ausbildung abzuschließen. Weiterlesen