Routine und Kreativität

Wenn man so will, kann man zwei Hauptrichtungen der Fotografie unterscheiden: Da wäre auf der einen Seite die dokumentarische Fotografie und auf der anderen die abstrakte, also die, die sich selbst zeigen und nicht auf etwas anderes verweisen will. Genauer differenziert hätten wir auf der Seite des Dokumentarischen diejenigen, die versuchen möglichst genau und nüchtern wiederzugeben, was vor ihnen liegt, und die anderen, die zeigen möchten, was sie angesichts der Szenerie empfinden. Auf der Seite des Abstrakten finden wir die, die sich inspirieren lassen auf der fotografischen Pirsch und andrerseits die, die aus der handwerklichen Beschäftigung mit dem Medium ihre Bilder ableiten.


Im wirklichen Leben mischen sich diese Herangehensweisen oft, aber allen gemeinsam ist die Grundlage der Fotografie: das Sehen. Zumindest sollte bewusstes, aufmerksames Sehen die Grundlage sein, denn sonst lassen sich keine guten Fotografien machen. Nun entwickelt sich mit der Zeit Routine – glücklicherweise, denn sie ermöglicht rasches und wirksames Handeln – allerdings ist sie geradezu das Gegenteil von Kreativität oder, man könnte sagen, in gewissem Sinn ist sie die Ernte der Kreativität. Doch ohne Saat keine Ernte: Bloße Routine führt zu langweiligen, immer gleichen, leb- und lieblosen Bildern. Wir alle kennen sie, man muss nur das Internet oder Zeitungen durchstöbern. Dabei gibt es keinen Einsatzbereich der Fotografie, der nicht von interessanten Bildern profitieren würde. Daher ist es das beste, das man für seine Bilder tun kann, den lebendigen Blick zu fördern. Eine höchstsubjektive Angelegenheit ohne feste Regeln und Gesetze. Aber man kann Anstöße geben.
Deshalb haben wir den Fotografie-Workshop „Spiel der Wirklichkeit” entwickelt. Er stellt ein Aufmerksamkeitstraining mit (zum Großteil) fotografischen Mitteln dar und bereichert so alle vier Zweige der Fotografie. Wir, das sind:

SPIEL DER WIRKLICHKEIT – SubhashSubhash

SPIEL DER WIRKLICHKEIT – PrameshPramesh Gerhard Kunz

Für die beiden bisher fixierten Termine ist unser Workshop-Ort Geras im Waldviertel, unser Quartiergeber das Gästehaus des Stifts. (Externe Teilnehmende sind dort ebenfalls willkommen.) Für beide Workshops sind noch Plätze frei, und wir freuen uns sowohl über Profifotograf*innen, als auch über Amateur*innen, über Technikfreaks und totale Anfänger: Denn ein waches Auge tut allen gut, gleichgültig, welchen fotografischen Richtungen sie folgen.
Die Termine:

  • 17. bis 20. Jänner und
  • 20. bis 23. August 2017 (Verlängerungstage möglich)

Für den Sommer-Workshop gilt noch der Frühbucher*innen-Bonus von 25,– € bis 30. Juni ’17. Weitere Informationen und Anmeldung: hier und hier.

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