Fotografieren mit Blende 120

Als Freund des unscharfen Bildes und des kreativen Ausdrucks musste ich ja wieder auf die Lochkamera kommen. Wer so etwas noch nie in der Hand gehabt, ja, nicht einmal gesehen hat, für den ist es schon verblüffend, dass man zum Fotografieren kein Objektiv braucht, keine einzige Linse. Und dass das Prinzip nicht nur mit einer Schuhschachtel, sondern auch mit einem digitalen Kameragehäuse funktioniert.
Die resultierenden Bilder weisen eine durchgängige mehr oder weniger leichte Unschärfe bei nahezu unendlicher Tiefen„schärfe” auf. Die Belichtungszeiten sind lang, muss die „Blende”, also das Loch ja sehr, sehr klein sein. Bei meinem selbst gebauten Adapter betragen die Belichtungszeiten im Freien mehrere Sekunden bei ungefähr Blende 120, wenn ich mich richtig an meine Messungen erinnere. Die Bilder werden weich bei relativ geringem Kontrast, traumhaft, duftig oder trüb. Form ist wichtiger als Struktur, und die Komposition ganz entscheidend.
Subhash: „Löschteich #2880”

„Löschteich #2880”
Für am Selbstbau Interessierte zum Beispiel:
Dieters Lochkamera Seite
„Lochkamera” von Franz-Manfred Schüngel

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