Kalt, sehr kalt

Kalt war es gestern Abend, sehr kalt. Das Thermometer zeigte das nicht an, denn die eisige Kälte kam erst durch den starken Wind. Und wenn man dann vor dem Stativ herumsteht und wartet bis das Licht perfekt ist, dann kann man schon ziemlich frieren auch wenn einem beim Anmarsch noch schön warm war.
Subhash: «Después de la puesta del sol»

«Después de la puesta del sol»

Aber manchmal ist warten können beinahe alles. Denn oft gibt nicht der Sonnenuntergang selbst das beste Bild, sondern der Himmel entfaltet sich erst eine Zeit später.
Technische Daten: Olympus E-5, Zuiko 7 – 14 mm @ 7 mm (der Bildwinkel entspricht einem 14 mm-Kleinbildobjektiv), f/5.0, 1/200 sec, ISO 1250, Grauverlauffilter, Stativ
Subhash: «El abedul de azul»

«El abedul de azul»

Schon zitternd am Heimweg musste ich doch noch einmal den Rucksack von den Schultern nehmen um die Kamera heraus zu holen und diese mächtige Birke aufzunehmen. Ganz so winzig erschien der Mond dahinter in natura nicht, das kommt vom starken Weitwinkel, das die Form und die Wirkung des Baumes schön herausarbeitet. Ich mag Birken nicht nur im Winter sehr gerne, und diese Silhouette war es mir wert, den warmen Ofen erst zehn Minuten später zu erreichen …
Technische Daten: Olympus E-5, Zuiko 7 – 14 mm @ 12 mm (der Bildwinkel entspricht einem 24 mm-Kleinbildobjektiv), f/4.0, 1/10 sec (mit Bildstabilisator), ISO 200, Freihand (angelehnt)

 Aufrufe dieser Seite: 9.157

↓ Ähnliche Artikel

  • Prager Fotografie (Teil 3 – Jan Reich)
    Eine große Retrospektive ist dem tschechischen Fotografen Jan Reich gewidmet, der vor 3 Jahren verstorben ist: Über 420 Fotografien kann man in einem Seitenflügel der Prager Burg noch bis in den Sommer sehen (Plakat links). Seine Frau Jana Reichová kuratierte diese Ausstellung. Reich fotografierte in Schwarzweiß mit einer alten Holzkamera, die er vom berühmten Josef Sudek geerbt hat, Weiterlesen
  • Wann Kunst nicht von Können kommt
    «Alba»: nicht gekonnt? Im Nationalsozialismus war man sich sicher, dass es Zweck der „entarteten Kunst” sei, den „angeborenen Schönheitssinn des deutschen Menschen zu ertöten” und „das auch politisch angestrebte Chaos” zu verwirklichen. Wessen Kunst nicht vom Können, wie es die Nationalsozialisten anerkannten, käme, der „verkörper[e] die mit künstlerischen Mitteln unterstützte Volksverdummung”. 1) Auch heute noch hört man dieses Weiterlesen
  • Bedrohliche Technik
    … Dann noch zu hören, dass diesen Ort des öfteren Selbstmörder*innen für ihren letzten Schritt wählen, bestätigt das leise Grauen nur mehr. (Fotografie von Subhash) Weiterlesen

2 Kommentare zu „Kalt, sehr kalt

  1. Ja, Du bist im Waldviertel, lieber Subhash! Wunderschöne Bilder, die Kälte ist spürbar und die Schönheit lässt mich wieder einmal staunen. Was kann einem die Kälte anhaben, wenn man so wie Du, die Holla so nahe und fürsorglich pflegend, an der Hauswand sein lässt?
    Liebe Grüße
    Veronika

  2. Ja, Frau Holla hat mich beschützt: Ich habe mich nicht verkühlt und bin fleißig an der Arbeit.
    Heute taut es stark, nachdem gestern wieder ein paar Zentimeter Schnee gefallen waren, und der Frühling wird immer spürbarer. Der Waidhofener Fototreff hat als Monatsthema den Abschnitt „Osterspaziergang” aus Goethes „Faust I”. Langsam kann ich mir vorstellen, dass dazu Bilder entstehen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert