Das, was von selbst geschieht

So jung und doch schon am Vergehen verbreitet dieses Basilikum-Zweiglein eine Aura von Ergebenheit, Demut, Zärtlichkeit und vielleicht auch von leiser Traurigkeit:
Subhash: „Zärtlichkeit #9140”

„Zärtlichkeit #9140”

Nach der unheimlichen Staumauer vom letzten Artikel stellt diese Fotografie fast das Gegenteil dar. Nicht hart, gewaltig, groß und drohend, sondern klein, weich und zart. Nicht gebaut um möglichst für die Ewigkeit zu halten, sondern nur von kurzer, aber dafür von Lebensdauer. Nicht beeindruckend, sondern anrührend; nicht eine vorgebliche Glanzleistung menschlicher Ingenieursleistung, sondern natürliches 1), einfaches Dasein.


1) Natur („ziren”) bedeutet im Chinesischen laut Allan Watts (in „Das Tao der Philosophie”), das, was von selbst geschieht. Diesen Hinweis nur für die Zyniker*innen, die von „Natur” nichts wissen wollen.

 Aufrufe dieser Seite: 6.182

↓ Ähnliche Artikel

  • Das Gleiche, aber verschieden
    Eine Reihe von Testportraits, die sich trotz sehr ähnlichem Gesichtsausdruck in der Gesamtwirkung deutlich voneinander unterscheiden. Weiterlesen
  • Vom Etwas zum Nichts und zurück
    Neues PDF-eBook über Abstrakte Fotografie Ich glaube an den aufregenden Gedanken, dass Fotografie etwas zeigen kann, das noch nie gesehen wurde. Nicht nur fremde Gegenden und seltene Tiere, winzig kleine oder schrecklich große Dinge, auch Dinge beispielsweise, die auf ihrem Schreibtisch liegen, und die Sie so noch nie gesehen haben und vielleicht auch nie sehen würden. Weiterlesen
  • Aufruf: Hilfe für die NSA
    Virtuelle Müll-Durchsuchung für unsere fleißigen Burschen von der NSA. Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert