Keine Verbrecherfotos mehr!

Cover David duChemin: “Forget Mugshots”

Sie fotografieren interessante, liebe, lustige und schöne Leute und immer werden daraus nur „Verbrecherfotos”? Ich glaube, die passende Technik kann helfen, das zu ändern. Damit meine ich weder, dass Sie sich jetzt ein Fotostudio anschaffen oder auch nur mieten sollten, noch dass Sie ein Studium der Portraitfotografie absolvieren müssen, nein, es gibt einfache Hinweise, die helfen, ein Portrait bei vorhandenem Licht so zu gestalten, dass es dem Wesen des abgebildeten Menschen gerecht wird.
Eines der einfachsten Dinge, die man versuchen könnte, wäre beispielsweise sein Modell auf Augenhöhe zu fotografieren. Nicht herab blicken, nicht aufschauen, sondern einander auf gleicher Augenhöhe begegnen. Besonders bei kleinen Kindern macht das naturgemäß einen großen Unterschied. (Auch in der Tierfotografie ergibt die selbe Augenhöhe Bilder, bei deren Anblick man sich dem Tier und seiner Welt näher fühlt.) Überhaupt ist das wichtigste, einander mit Geduld und möglichst entspannt zu begegnen. Als Fotograf*in abzuwarten, bis das Posieren und die Befangenheit vorbei ist und ein ausdrucksvoller Moment eintritt, der das Wesen des fotografierten Menschen zeigt.
Ausrüstung – Kamera und Objektiv – ist nicht unwichtig, aber selbst mit Handykameras kann man darauf achten, nach Möglichkeit einen Hintergrund zu wählen, der nicht oder nur wenig ablenkt, oder ein Spitzlicht in die Augen der Person zu bekommen. Überhaupt das Licht! Es hilft sehr zu lernen, wie Schatten wirkt, wie knallharte Sonne, was weiches Licht tut und was hartes. Welche Lichtstimmung abends herrscht und welche zu Mittag. Auch ohne Studio- oder Blitzlicht lässt sich Licht beeinflussen: Es gibt da zum Beispiel Aufhellschirme (manchmal hat man auch nur ein weißes Zeichenblatt oder eine Styroporplatte zur Hand) und Diffusoren, die das Licht weicher machen (wenn man nicht in den Schatten gehen kann). Viel lässt sich improvisieren und Fünf-in-Eins-Reflektoren kosten auch kein Haus.
Diese und mehr Tipps beschreibt der kanadische Fotograf David duChemin in seinem neuen eBook “Forget Mugshots – 10 Ways to Better Portraits”, garniert mit ausdrucksstarken Portraits. Es geht darin weder um Beleuchtung, noch um Posieren, sondern um 10 einfache Tipps, die Ihnen in Kombination helfen, mit Ihrem Portrait etwas Wesentliches von einem Menschen zu zeigen. Wie immer um 5 US$ erhältlich. (Und die ersten 5 Tage – bis 18.3. – erhält man bei Eingabe des Codes MUGSHOTS4 die PDF-Version um nur 4 US$ bzw. bei MUGSHOTS20 20% beim gleichzeitigen Kauf von 5 oder mehr PDF-eBooks von Craft&Vision.)
Forget Mugshots Teaser

 Aufrufe dieser Seite: 13.408

↓ Ähnliche Artikel

  • Kreative Beschränkung
    Die Reduktion auf ein Objektiv und eine einzige, große Blende hat ihren Reiz, aber auch ihre Schwierigkeiten. Die Tiefenschärfe ist klein, die Schärfeebene haargenau zu setzen, und ein Stativ hätte des öfteren geholfen. Weiterlesen
  • Tomar los colores
    Licht und eines der Wesen mit besonderem Bezug dazu Abstraktion muss nicht Ungegenständlichkeit bedeuten. Nahaufnahmen oder Makro-Aufnahmen, besonders solche mit weit offener Blende, haben das abstrahierende Element durch die minimale Tiefenschärfe schon in sich. Es bleiben wenige Millimeter oder sogar nur Bruchteile von Millimetern, die einen scharfen Eindruck des Motivs vermitteln. Mein letztes eBook „Vom Etwas zum Weiterlesen
  • Frágil
    Frágil (Waldrebe) „Dünn, gebrechlich, vergänglich, zart” übersetzt leo.org für das spanische «frágil». So zäh und widerstandsfähig die Waldrebe auch ist, ihre Samenstände wirken immer sehr zart und duftig. Ein Firmeware-Update für das Olympus Zuiko 70-300 mm Zoom, das die manuelle Scharfeinstellung verbessert (tut es tatsächlich!), und das Beispiel eines Olympus-Kollegen 1) erinnerten mich an die Nahaufnahmefähigkeiten dieses Objektivs. Das Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert