Das Gleiche, aber verschieden

Während eines Beleuchtungstests entstand eine Reihe von Portraits, die sich trotz sehr ähnlichem Gesichtsausdruck in der Gesamtwirkung deutlich voneinander unterscheiden. Das scheint mir vor allem an der Kopfneigung zu liegen, obwohl versucht wurde, mehr oder weniger jedes Mal die selbe Pose einzunehmen. Wie gesagt, es handelt sich um bloße Testaufnahmen, die deutliche Wirkung kleiner Haltungsänderungen scheint mir aber sehenswert und daher zeige ich sie hier.


Das erste Selbstportrait wirkt ein kleines bisschen überheblich, zumindest deutlich selbstbewusst, das zweite ist relativ neutral bei fragendem Ausdruck, und das dritte wirkt auf mich ein wenig jämmerlich. Die Bilder wurden innerhalb weniger Minuten aufgenommen, meine Stimmung hatte sich – so viel ich bemerkte – überhaupt nicht geändert, und doch vermitteln die Bilder verschiedene Gefühle. Erstaunlich, nicht?

 Aufrufe dieser Seite: 7.668

↓ Ähnliche Artikel

  • Kreative Beschränkung
    Die Reduktion auf ein Objektiv und eine einzige, große Blende hat ihren Reiz, aber auch ihre Schwierigkeiten. Die Tiefenschärfe ist klein, die Schärfeebene haargenau zu setzen, und ein Stativ hätte des öfteren geholfen. Weiterlesen
  • Tomar los colores
    Licht und eines der Wesen mit besonderem Bezug dazu Abstraktion muss nicht Ungegenständlichkeit bedeuten. Nahaufnahmen oder Makro-Aufnahmen, besonders solche mit weit offener Blende, haben das abstrahierende Element durch die minimale Tiefenschärfe schon in sich. Es bleiben wenige Millimeter oder sogar nur Bruchteile von Millimetern, die einen scharfen Eindruck des Motivs vermitteln. Mein letztes eBook „Vom Etwas zum Weiterlesen
  • Frágil
    Frágil (Waldrebe) „Dünn, gebrechlich, vergänglich, zart” übersetzt leo.org für das spanische «frágil». So zäh und widerstandsfähig die Waldrebe auch ist, ihre Samenstände wirken immer sehr zart und duftig. Ein Firmeware-Update für das Olympus Zuiko 70-300 mm Zoom, das die manuelle Scharfeinstellung verbessert (tut es tatsächlich!), und das Beispiel eines Olympus-Kollegen 1) erinnerten mich an die Nahaufnahmefähigkeiten dieses Objektivs. Das Weiterlesen

2 Gedanken zu „Das Gleiche, aber verschieden

  1. Hallo Subhash,
    Bild 1 = neutral
    Bild 2 = forschend -fordernd
    Bild 3 = auf Harmonie setzend, ausgleichend,
    beschwichtigend
    Neben minimaler Kopfänderung und damit Ausleuchtung (Hell-Dunkel-Kontraste), die sich vorallem auf der rechten Seite des Gesichtes auswirkt, ist für mich vor allem die Augenstellung des rechten Auges (aus Sicht des Modells) entscheidend. Während bei Bild 1 das Auge nur sehr leicht angespannt ist, ist es auf dem zweiten Bild schon enger. Daher für mich auch der „forschende“ Bildeindruck. Dies zieht beim linken Auge eine entsprechende, aber weniger sichtbare Augenstellung nach sich.
    Beides zusammen, Kopfhaltung und Augenstellung, ergeben für mich den Gesamteindruck. Ich kann aber nicht sagen, welches dieser beiden Kriterien mehr wiegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert