Schlechtes Wetter ist gutes Wetter

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Ich mag ja das so genannte „Fotografierwetter” nicht so gerne. Ich meine, zum fotografieren mag ich es nicht so gerne: Strahlender Sonnenschein, womöglich noch um die Mittagszeit, macht keine guten Bilder. Es ist aber nichts dagegen einzuwenden, diese Zeit im Liegestuhl zu verbringen, im Garten, auf den Bergen oder im Wald, wenn man keine wichtigeren Angelegenheiten wahrnehmen zu müssen meint.
Was aber das Fotografieren betrifft, ist mir „schlechtes Wetter” lieber. Das ist für mich „gutes Wetter”, „Fotografierwetter”. Oft nehme ich die damit verbundenen Unannehmlichkeiten nicht in Kauf und bleibe lieber hinterm Ofen, aber strömender Regen, starker Nebel, eisiger Wind sind die Zutaten die Bilder ergeben, die man nicht ganz so oft sieht wie Schönwetterbilder. Zarte Bilder, leise Bilder.
Subhash: „Nebel #184”
Die Luftperspektive beispielsweise wird bei trübem Wetter stark betont: Landschaft wird kulissenhaft, was weiter weg liegt flau und heller bis man nur mehr erahnen kann, was sich im blaugrauen Schleier verbirgt. Grafische Fotografien ergibt das, und Elemente werden hervorgehoben, die man sonst leicht übersieht.

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