6 Gedanken zu „(de) Impressionistische Fotografie“:

  1. Hallo Subhash,
    Deine impressionistischen Fotographien sind beeindruckend. Sie erinnern mich aber nicht an die Impressionisten sondern – z. B. – an den Maler Mark Rothko, der sich von jeder Art Gegenständlichkeit gelöst und der Welt der “reinen” Farben zugewandt hat. Der Unterschied zu Deinen Bilder liegt in den Strukturen, auf die Rothko zum Schluß ebenfalls verzichtet hat. Deine Bilder haben – noch? – welche. Sie verleihen ihnen Tiefe, Fülle und Dynamik.

    Solche Fotokunst entsteht erst, wenn man alles andere, was in der E-Fotographie an Wissen notwendig ist, schon beherrscht. Es geht nicht um ein “zurück” sondern um ein “darüber hinaus”. Und zwar um ein gehöriges Stück! Das beschreibst Du ja eingangs auch. Mit “fotographischer Unschuld” hat das m. E. wenig zu tun, viel mehr hingegen mit genau Hinschauen und dem Mut, zu neuen Ufern aufzubrechen. Dann könnte es auch sein, daß wir auf Deinen Bildern “mehr” sehen als es zunächst den Anschein hat. Auf den meisten – schlechten – Bildern ist zu viel drauf. Weniger Sehen könnte hier mehr erkennen bedeuten, gewonnen über geduldige und gelassene versenkende Meditation. In dieser Hinsicht erinnern sie mich auch an das Spätwerk von Willi Baumeister, das ebenfalls frei von Gegenständlichkeit ist, aber dennoch im Betrachter heftige Emotionen auszulösen vermag. Baumeister wollte nichts mehr zeigen, sondern “freie” Assoziationsprozesse beim Betrachter auslösen.

    Jürgen

    • Hallo Jürgen,

      danke für deinen Kommentar!

      Der Terminus „Impressionistische Fotografie” sollte nicht an die Gruppe von Maler_innen erinnern, die man „die Impressionisten” nennt, sondern darauf hinweisen, dass im Gegensatz zu einer konzeptionellen Herangehensweise in der Fotografie der „Eindruck”, den das Motiv in mir (und den Betrachter_innen) hinterlässt, die Arbeitsweise dominiert. Ich habe ihn nicht erfunden, sondern festgestellt, dass ihn Fotograf_innen verwenden, die ähnlich zu arbeiten scheinen.

  2. Du sprichst mir aus der Seele, danke!
    Eigentlich bin ich derzeit auf Recherche, genau für so einen Artikel. Nun, jetzt hast Du schon alles gesagt. Besser hätte ich es auch nicht in Worte fassen können.
    Jetzt kann ich mir den Artikel fast sparen.

    • Ach, ich glaube, wenn du von deinen eigenen Bildern ausgehend dich hinsetzt und beschreibst, was bei ihrer Entstehung geschieht und dich inspiriert, dann wirst du noch viel dazu zu sagen haben. Jedenfalls würde mich dein Artikel interessieren!

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