{"id":9224,"date":"2016-07-18T16:08:50","date_gmt":"2016-07-18T14:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/?p=9224"},"modified":"2016-07-18T16:08:50","modified_gmt":"2016-07-18T14:08:50","slug":"selbsteinschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/selbsteinschaetzung\/","title":{"rendered":"Selbsteinsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div id=\"a_erg\" class=\"fl_img_1\"><a  href=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/flyer_workshop_weitra_2.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/flyer_workshop_weitra_2-150x211.gif\" alt=\"Workshop \u201eSpiel der Wirklichkeit\u201d \u2013 R\u00fcckseite\" width=\"150\" height=\"211\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-9225\" srcset=\"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/flyer_workshop_weitra_2-150x211.gif 150w, https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/flyer_workshop_weitra_2-390x550.gif 390w, https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/flyer_workshop_weitra_2.gif 545w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"bu\">Flyer&nbsp;\u2013 R\u00fcckseite&nbsp;<a href=\"#erg\">1)<\/a><\/sup><\/p>\n<\/div>\n<p >\u201eWas kostet\u2019s?\u201d ist in unserer geldbetonten Wirtschaftsweise eine wichtige Frage. Denn seri\u00f6serweise muss ich absch\u00e4tzen, ob ich mir das Angebotene leisten kann. Ob ich den geforderten Gegenwert in Geld erbringen m\u00f6chte und kann. Das w\u00e4re ja noch relativ einfach.<\/p>\n<p >So einfach ist es aber nicht, wenn man ein wenig nachdenkt. Denn ein bestimmter Geldbetrag ist kein absoluter Wert, obwohl es erst einmal so aussieht; Geld ist kein Wert an sich, sondern <em>ein Symbol<\/em> f\u00fcr einen Wert, ein Versprechen. Geld kann man nicht essen, man kann sich schlecht damit bekleiden, zum W\u00e4nde tapezieren ist das Format zu m\u00fchselig, zum Einheizen brennt es zu schlecht.<!--more--><\/p>\n<p id=\"a_por\">Auf der R\u00fcckseite unseres Workshop-Flyers ist der Preis angegeben (siehe links oben). Ja, aber nicht <em>ein<\/em> Preis, sondern gleich drei.&nbsp;\u2013 Warum?&nbsp;\u2013 Und am Plakat zum Workshop <a href=\"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/foto-workshop-spiel-der-wirklichkeit\" title=\"Foto-Workshop: \u201eSpiel der Wirklichkeit\u201d\">\u201eSpiel der Wirklichkeit\u201d<\/a> steht <em>\u201eab<\/em> 180,\u2013&nbsp;&euro;\u201d&nbsp;\u2013 Warum \u201eab\u201d?&nbsp;\u2013<br \/>\nIn Europa, und nicht nur da, sind die Einkommen der Leute \u00e4u\u00dferst ungleich hoch. <em>Ungerecht<\/em> ungleich, wie wir meinen. In der gleichen Zeit \u201everdienen\u201d die einen Tausendfaches der anderen. Wie soll man das verstehen? Sind sie vielleicht 5.000&nbsp;Mal<sup>&nbsp;<a href=\"#por\">2)<\/a><\/sup> so flei\u00dfig wie die anderen? 5.000&nbsp;Mal so t\u00fcchtig? Haben sie 5.000&nbsp;Mal so lange gelernt ihren Beruf auszu\u00fcben?&nbsp;\u2013<br \/>\nNat\u00fcrlich nicht. Es ist unm\u00f6glich, dass die einen 4&nbsp;Jahre in Ausbildung sind und die anderen 20.000&nbsp;Jahre. Es ist absurd zu sagen, dass die einen 5.000&nbsp;Mal so flei\u00dfig sind wie die anderen oder 5.000&nbsp;Mal so geschickt. Abgesehen davon ist jede menschliche Leistung immer und \u00fcberall eine kollektive Leistung. Ohne seine Eltern, ohne Schule, Freunde, menschliche Gesellschaft w\u00fcrde kein einziger Mensch \u00fcberlebt haben. Alles Wissen, alle (Vor-) Kenntnisse, alle Techniken sind zum allergr\u00f6\u00dften Teil nicht von dem einen \u201everdienenden\u201d Menschen erbracht worden, sondern von unz\u00e4hligen seiner Vorg\u00e4nger*innen. Der eigene Anteil an jeglicher Leistung ist verschwindend gering.<br \/>\nWenn wir nun eine Leistung anbieten und von jedem Menschen in dieser Gesellschaft das selbe verlangen w\u00fcrden, so w\u00fcrde das f\u00fcr jede*n etwas anderes bedeuten. Die einen m\u00fcssten beispielsweise einen Wochenlohn ausgeben, die anderen einen Minutenlohn. Das finden wir nicht so gut. Um auf diesen Sachverhalt wieder einmal aufmerksam zu machen und ihn zugleich ein ganz klein wenig zu entsch\u00e4rfen, haben wir drei Preise f\u00fcr <span  id=\"erg\">\u201eSpiel der Wirklichkeit\u201d<\/span> 2016 in Weitra angegeben: 180,\u2013\/220,\u2013\/260,\u2013&nbsp;&euro;. Jede*r Teilnehmer*in bezahlt nach eigener Einsch\u00e4tzung. Und f\u00fcr die gro\u00df Verdienenden haben wir eine Sonderregelung (siehe Fu\u00dfnote).<br \/>\nViel Vergn\u00fcgen und bitte bald <a id=\"por\" href=\"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/foto-workshop-spiel-der-wirklichkeit\" title=\"Foto-Workshop: \u201eSpiel der Wirklichkeit\u201d\">anmelden<\/a>, damit wir gut planen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"fu\">\n<hr \/>\n<p>1) Dieser Text wurde f\u00fcr einen Workshop im Jahr 2016 geschrieben. Ich versuche aber wo immer m\u00f6glich unterschiedliche Preise f\u00fcr Workshops anzubieten.<br \/>\n2) \u201eIn Deutschland brachte es Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf das 5.000-fache eines angenommenen Mindestlohns von 1.250,\u2013&nbsp;&euro; pro Monat.\u201d (Christian Felber: \u201eGemeinwohl\u00f6konomie&nbsp;\u2013 Das Wirtschaftsmodell der Zukunft\u201d, Deuticke 2010)<br \/>\nAlso, lieber Herr Wiedeking: Wenn Sie sich f\u00fcr unseren Workshop anmelden, dann reden Sie mit uns, zahlen die gesamten Workshop-Kosten und laden alle anderen Teilnehmer*innen ein, inklusive Kost und Quartier. Das ist zwar nur ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein, aber irgendwo muss man ja anfangen mit der Wiedergutmachung. <a href=\"#a_por\" title=\"Zur\u00fcck nach oben\">&uarr;<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir von jedem Menschen das selbe verlangen w\u00fcrden, m\u00fcssten die einen beispielsweise einen Wochenlohn ausgeben, die anderen einen Minutenlohn. <a href=\"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/selbsteinschaetzung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_wp_rev_ctl_limit":""},"categories":[2],"tags":[100,119,146,148],"class_list":["post-9224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fotografie","tag-politik","tag-spiel-der-wirklichkeit","tag-workshop","tag-ws-weitra"],"aioseo_notices":[],"views":6409,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9224\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}