{"id":407,"date":"2011-11-25T21:38:25","date_gmt":"2011-11-25T20:38:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/?p=407"},"modified":"2025-04-14T14:25:42","modified_gmt":"2025-04-14T12:25:42","slug":"kunst-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/kunst-koennen\/","title":{"rendered":"Wann Kunst nicht von K\u00f6nnen kommt"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div class=\"fl_img_1\"><a href=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/alba_PA128292.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/alba_PA128292-150x150.jpg\" alt=\"Subhash: \u00abAlba\u00bb (Beispiel f\u00fcr nicht gekonnte Fotografie?)\" title=\"Subhash: \u00abAlba\u00bb (Beispiel f\u00fcr nicht gekonnte Fotografie?)\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00abAlba\u00bb: nicht gekonnt?<\/p>\n<\/div>\n<p id=\"a_bmp\" >Im Nationalsozialismus war man sich sicher, dass es Zweck der \u201eentarteten Kunst\u201d sei, den \u201eangeborenen Sch\u00f6nheitssinn des deutschen Menschen zu ert\u00f6ten\u201d und \u201edas auch politisch angestrebte Chaos\u201d zu verwirklichen. Wessen Kunst nicht vom K\u00f6nnen, wie es die Nationalsozialisten anerkannten, k\u00e4me, der \u201everk\u00f6rper[e] die mit k\u00fcnstlerischen Mitteln unterst\u00fctzte Volksverdummung\u201d.&nbsp;<sup><a href=\"#bmp\">1<\/a>)<\/sup><\/p>\n<p >Auch heute noch h\u00f6rt man dieses gefl\u00fcgeltes Wort oft; gerne wird behauptet, dass es das K\u00f6nnen sei, was die Kunst ausmache. Diese Leute sprechen, so meine ich, \u00fcber Kunstfertigkeit. \u00dcber handwerkliches K\u00f6nnen, das man tats\u00e4chlich nicht gering sch\u00e4tzen sollte, aber das doch mit Kunst nicht notwendigerweise zu tun hat. Auch ich bewundere K\u00f6nner_innen ihres Handwerks, mehr aber noch K\u00fcnstler_innen.<\/p>\n<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr mich hat Kunst einen transzendenten Aspekt. Das muss nichts Religi\u00f6ses bedeuten, aber ich verlange von ihr, dass sie \u00fcber das Wohlbekannte hinausweist, das Bewusstsein erweitert. Sie soll tr\u00e4umen, forschen, ergr\u00fcnden, Neues zeigen und Tabus sichtbar machen. Sie soll nicht best\u00e4tigen, sondern hinterfragen, nicht bekr\u00e4ftigen, sondern st\u00f6ren.<br \/>\nKunst in diesem Sinn hat gerade eben nichts mit K\u00f6nnen zu tun; ja, man darf sogar sagen, sie ist geradezu das Gegenteil von (arriviertem) K\u00f6nnen. K\u00f6nnen ist die Best\u00e4tigung, die Vollendung des Anerkannten, Kunst aber st\u00f6bert im Unbekannten. Sie muss \u00fcber das bereits Eroberte hinausgehen, es hinter sich lassen, um wieder offen zu werden.<br \/>\n<a class=\"np\" href=\"http:\/\/pix.subhash.at\/latido_de_corazon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11111\" alt=\"Subhash: \u00abLatido de coraz\u00f3n\u00bb\" src=\"http:\/\/pix.subhash.at\/latido_de_corazon.jpg\" width=\"513\" height=\"385\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"bu\" lang=\"es\">\u00abLatido de coraz\u00f3n\u00bb<\/p>\n<p id=\"bmp\">Das Thema Kunst und K\u00f6nnen hatte nicht nur im Dritten Reich politische Dimension: Auf meine Frage, was man in Europa tun k\u00f6nnte oder m\u00fcsste um den ungebremsten Vormarsch des Neoliberalismus einzud\u00e4mmen, meinte der Venezolanische K\u00fcnstler <a href=\"http:\/\/venezuela.subhash.at\/lieber-zu-viel-freiheit\/\">Luis Britto Garc\u00eda<\/a>, vor allem sei es wichtig, die Bedeutung von Arbeit hin zu einer kreativen Lebens\u00e4u\u00dferung zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<div class=\"fu\">\n<hr \/>\n<p>1) Alle drei Zitate Berliner Morgenpost vom 25.&nbsp;Februar 1938.&nbsp;<a href=\"#a_bmp\" title=\"zur\u00fcck nach oben\">&uarr;<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abAlba\u00bb: nicht gekonnt? Im Nationalsozialismus war man sich sicher, dass es Zweck der \u201eentarteten Kunst\u201d sei, den \u201eangeborenen Sch\u00f6nheitssinn des deutschen Menschen zu ert\u00f6ten\u201d und \u201edas auch politisch angestrebte Chaos\u201d zu verwirklichen. 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