{"id":3292,"date":"2012-07-20T05:55:22","date_gmt":"2012-07-20T03:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/?p=3292"},"modified":"2012-07-20T05:55:22","modified_gmt":"2012-07-20T03:55:22","slug":"die-welt-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/die-welt-sehen\/","title":{"rendered":"Die Welt sehen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"np\"  href=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/cielo_negro_0117_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/cielo_negro_0117_2-513x384.jpg\" alt=\"Subhash: \u00abCielo negro #117_2\u00bb\" title=\"\u00a1Clicar para expandir!\" width=\"513\" height=\"384\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3318\" srcset=\"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/cielo_negro_0117_2-513x384.jpg 513w, https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/cielo_negro_0117_2-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/cielo_negro_0117_2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 513px) 100vw, 513px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"bu\">\u00abCielo negro #117_2\u00bb<\/p>\n<blockquote>\n<p >Die Welt ist die Welt, weil du wei\u00dft, welche <em>Anschauung<\/em> erforderlich ist, sie dazu zu machen. W\u00fcrdest du sie nicht durch <em>Anschauung<\/em> zu dem machen, was sie ist, dann w\u00e4re die Welt anders.<\/p>\n<p  class=\"r\">(frei nach Carlos Casta\u00f1edas Don Juan)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p >In der deutschen \u00dcbersetzung des Originals (\u201eReise nach Ixtlan\u201d) hei\u00dft es statt <em>Anschauung<\/em> \u201eTun\u201d. Das ist nat\u00fcrlich insoferne gerechtfertigt, als nicht nur k\u00f6rperliches Anschauen und eine geistige Weltanschauung dazu n\u00f6tig ist. Aber hier in diesem Blog geht\u2019s mir zu allererst um Fotografie, und die hat sehr viel mit <em>Anschauung,<\/em> geistiger und k\u00f6rperlicher, zu tun.<!--more--><br \/>\nDass die Anschauung der Welt, genauer <em>das Tun<\/em>, sie erst zu dem macht, was sie ist, das haben Propagandisten aller Zeiten sehr wohl gewusst. Nicht mit so weit reichenden Konsequenzen wie bei Carlos Casta\u00f1eda, aber in Ans\u00e4tzen durchaus. Sie haben immer versucht, die Weltanschauung der Leute zu beeinflussen, um ihre Interessen leichter durchsetzen zu k\u00f6nnen. Wir sehen das ja sehr gut bei der so genannten Berichterstattung \u00fcber die aktuelle profunde Krise des Kapitalismus. Durch die einheitliche Darstellung wird die Durchsetzung der angestrebten politischen Vorhaben ohne gro\u00dfe St\u00f6rung und mit nur wenig Widerstand erreicht. Antonio Gramsci hat diese \u00fcber Duldung hinausgehende, aktive Unterst\u00fctzung von Herrschaft, auch durch die Beherrschten, \u201eHegemonie\u201d genannt. Sie festigt Herrschaft einigerma\u00dfen dauerhaft, so lange sie besteht.<br \/>\nFotografie hat mit Anschauung viel zu tun. Sie legt eine bestimmte Sicht nahe, betont Themen und negiert andere, gewichtet, lenkt ab, best\u00e4tigt, t\u00e4uscht,&nbsp;&hellip; Sie zeigt keine Tatsachen, sie erzeugt sie.<br \/>\nDessen sollte man sich bewusst sein, sowohl als Fotograf*in, als auch als Betrachter*in.<br \/>\nUnd ebenso wie sie Hegemonie mitbegr\u00fcnden und unterst\u00fctzen kann, kann sie st\u00f6ren und an einer Gegenhegemonie arbeiten. Und so wie Casta\u00f1edas <em>Nicht-Tun<\/em> eine neue Welt er\u00f6ffnet, \u00f6ffnet das Verlassen der ausgetretenen photographischen Pfade die Tore der Wahrnehmung von neuem.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abCielo negro #117_2\u00bb Die Welt ist die Welt, weil du wei\u00dft, welche Anschauung erforderlich ist, sie dazu zu machen. W\u00fcrdest du sie nicht durch Anschauung zu dem machen, was sie ist, dann w\u00e4re die Welt anders. 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