{"id":1559,"date":"2012-02-13T13:55:58","date_gmt":"2012-02-13T12:55:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/?p=1559"},"modified":"2025-04-14T14:03:30","modified_gmt":"2025-04-14T12:03:30","slug":"you-can-not-do-it","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.subhash.at\/fotoblog\/you-can-not-do-it\/","title":{"rendered":"You can not do it"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div class=\"fl_img_1\"><a href=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/23_de_enero_p2121142.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/23_de_enero_p2121142-150x112.jpg\" alt=\"23 de enero\" title=\"Subhash: \u00ab23 de enero #1142\u00bb\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><\/p>\n<p lang=\"es\">\u00ab23 de enero\u00bb, Caracas, Venezuela<\/p>\n<\/div>\n<p >Der Kanadier David duChemin hat <a href=\"http:\/\/link.subhash.at\/?id=126\" title=\"zu David duChemins Artikel\">in seinem Blog<\/a> unl\u00e4ngst wieder einmal aufgew\u00e4rmt, was hierzulande als \u201eamerikanischer Traum\u201d bekannt ist. So sehr ich ihn als Fotografen sch\u00e4tze: Ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass er mit dieser dummen, alten Geschichte daherkommt.<\/p>\n<p >Arbeit ist immer historisch und kollektiv. Was immer man tut, man baut auf der Leistung anderer auf. Ohne andere Menschen g\u00e4be es weder eine einzige Fotografie, noch irgendeine*n Fotograf*in. Der eigene Anteil an dem, was man schafft, ist verschwindend gering verglichen mit der Masse an gemeinsamer Arbeit, die in ihm steckt.<\/p>\n<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Try harder&#8220; oder das in manchen Kreisen so beliebte Fragen, \u201ewie sehr man etwas wolle\u201d (oder ob man blo\u00df zu faul f\u00fcr den Erfolg sei): Bedeutet das nicht nur ein Anheizen der Konkurrenz, das besser sein Wollen\/M\u00fcssen als andere um selbst zum Zug zu kommen, w\u00e4hrend die, die sich anscheinend nicht so bem\u00fchen, auf der Strecke bleiben? (Selbstausbeutung liegt in der Luft.) Und: Wie viele Mittel haben Sie denn \u00fcberhaupt um sich zu bem\u00fchen? 100.000 vom Papa geerbt: Ah, da l\u00e4sst sich wohl was machen! Oh, kein Erbe: Na, dann strengen Sie sich einmal an! Jung und gesund? In einem reichen Industrieland geboren? Mann oder Frau? Wei\u00df oder schwarz?&nbsp;&ndash;<br \/>\nEs scheint mir einfach l\u00e4cherlich, generell zu sagen: <em>\u201eYou<\/em> can make it\u201d. Offensichtlich haben einige die Macht dazu und andere nicht, und manche k\u00f6nnen sich bem\u00fchen so viel sie wollen, da liegt nichts oder nur sehr wenig in ihrer Hand. Selbst dann, wenn sie hervorragende Bilder machen, also mit Talent gesegnet sind und mit Gelegenheit es zu entfalten.<br \/>\nWie viele erfolglose Fotograf*innen gibt es wohl pro erfolgreiche*r? Und ist dieser Erfolg (wie auch jeder andere) eben nicht doch ein gemeinschaftlicher, ein gesellschaftlich errungener und mitnichten eine individuelle Leistung? Ebenso Misserfolg?<br \/>\nIch verstehe schon, dass manche das nicht h\u00f6ren wollen. Sie m\u00f6chten glauben, <em lang=\"en\">Master of the Universe<\/em> zu sein oder wenigstens <em>Champions der Fotografie<\/em> zu werden. Dabei habe ich nicht einmal die Frage nach dem freien Willen ber\u00fchrt.<br \/>\nWir sitzen nicht alle in unserem Boot, dass sich gegen den selben \u00f6konomischen Sturm behaupten muss, wie David duChemin schreibt: Der Sturm ist nicht der selbe beispielsweise in Chile und in Deutschland. Au\u00dferdem begegnen ihm manche auf einer Hochseejacht, manche in einem Ruderboot und manche auf einer Luftmatratze. Sollten die Erfolglosen auf der Luftmatratze sich nicht noch viel lauter beklagen? Sollten sie nicht hinausschreien, dass es ein M\u00e4rchen ist, dass es jede*r schaffen kann? Wir leben nicht in luftleerem Raum; die \u00f6konomischen Bedingungen sind nicht gleich f\u00fcr alle. Wie viele Menschen auf der Welt k\u00f6nnen sich nicht einmal eine Kamera leisten?<br \/>\nWenn ich also rausgehe und eine wundervolle Fotografie mache, bin ich dankbar f\u00fcr all die Hilfe, die ich bekommen habe. Und ich wei\u00df&nbsp;&ndash; auch wenn ich meine Fotografien signiere&nbsp;&ndash;, dass nicht <em>ich<\/em> die Aufnahme gemacht habe: <em>Wir<\/em> haben sie gemacht.<br \/>\n<em>Erg\u00e4nzung 15.2.:<\/em><br \/>\nDavid hat auf meine Einw\u00e4nde reagiert und seinen Blogartikel pr\u00e4zisiert. So sieht das schon etwas anders aus. Lesen Sie die Diskussion <a href=\"http:\/\/link.subhash.at\/?id=126#comment-34395\" title=\"Kurze Diskussion zwischen David duChemin und Subhash\">hier<\/a>. <em>(Anmerkung: Link am 5.&nbsp;August&nbsp;\u201923 wieder aktualisiert.)<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00ab23 de enero\u00bb, Caracas, Venezuela Der Kanadier David duChemin hat in seinem Blog unl\u00e4ngst wieder einmal aufgew\u00e4rmt, was hierzulande als \u201eamerikanischer Traum\u201d bekannt ist. 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