2 Gedanken zu „(de) Für eine Philosophie der Fotografie“:

  1. Diese Diskussion ist höchst interessant und mit jeder neuen Technik (mit jedem neuen Apparat), die immer “realistischere” Bilder erzeugt, wird die vorgegaukelte Objektivität der Fotografie immer schwerer zu erkennen. Aber eine Objektivität in der Fotografie gibt es nicht und wird es nie geben, weil ein Bild immer nur einen Ausschnitt der Realität darstellt.

    So gesehen müsste der Fotograf wirklich eindeutig abstrakte Bilder schaffen, damit diese Objektivität dem Betrachter nicht vorgegaukelt wird.

    Es stellt sich wirklich die Frage, was ist Fotografie?

    • Vilém Flusser definiert Fotografie am Schluss des erwähnten Buches folgendermaßen:

      Sie ist ein programmgemäß von Apparaten erzeugtes und distribuiertes Bild, dessen angebliche Funktion es ist, zu informieren.

      Und erweitert:

      Sie ist ein automatisch von programmierten Apparaten im Verlauf eines auf Zufall beruhenden Spiels notwendiger Weise erzeugtes und distribuiertes Bild eines magischen Sachverhalts, dessen Symbole ihre Empfänger für ein unwahrscheinliches Verhalten informieren.

      Wobei er sich da auf eine nicht-reduntante Fotografie bezieht, also nicht auf „Knipserei”.

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