Mehr (getonte) Cyanotypien

Die Cyanotypie, ein altes Edeldruckverfahren, liefert „einmalige” Ergebnisse, denn kein „Druck” eines Negativs wird so wie ein anderer. Wird dann auch noch getont, wie hier mit Tanninsäurelösung, dann steigt die Art der möglichen Variationen weiter. Das macht für mich einen Teil des Reizes dieses fotografischen Verfahrens, das 1842 entwickelt wurde, aus.

Subhash: „Christine Tippelreiter #077”

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Christine Tippelreiter

Menschen sind vielschichtig. Sie haben Facetten, die je nach den Umständen verblassen oder aufleuchten. Und das ist das Spannende für den oder die (Portrait-) Fotograf*in, gleichgültig ob die Absicht mitspielt, eine bestimmte Facette zu zeigen oder im Gegenteil, zu erforschen, was sich gerade zeigen kann. Mit ein bisschen Glück geben sich Seiten zu erkennen, von denen weder das Modell noch der Mensch hinter der Kamera etwas wusste. Dieses Glück wird dadurch begünstigt, dass man sich Zeit nimmt, es nicht eilig hat, vielleicht Verschiedenes ausprobiert, aber keine fixe Vorstellung vom Ergebnis mitbringt. Weiterlesen

Die der Kälte trotzen

Wenn es draußen bitterkalt und schon wieder finster ist, man sicher keine Lust hat, Langzeitbelichtungen abzuwarten und anschließend das angefrorene Stativ wieder loszueisen, dann macht man es sich beispielsweise im gut geheizten Seminarraum gemütlich und probiert Lichtsetzungen für Portraits.

Portraitieren (© Alexander Graffi, 2017)

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Nur das Licht macht den Unterschied!

Kontaktbogen #8211

Licht ist das Um und Auf der Fotografie. Das ist eine banale Feststellung, was nichts daran ändert, dass man sie nicht wichtig genug nehmen kann. Licht beeinflusst die Stimmung eines Bildes: Es kann dramatisch oder sanft, hart oder weich, gleichmäßig oder punktuell sein, und es kann verschiedene Farben annehmen. Es erzeugt Schatten oder beinahe keine, es ist duftig oder bleiern und alles dazwischen.

In der Portraitfotografie unterstreicht es bei gekonnter Anwendung den Aspekt des dargestellten Menschen, den der Fotograf bzw. die Fotografin hervorheben möchte. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um natürliches Licht oder Kunstlicht handelt. Die Richtung, die Art, die Farbtemperatur, alles spielt eine Rolle. Um das Licht für Portraits zu erforschen, gibt es eine große Hilfe: Weiterlesen

Natürliches Licht kombiniert mit Blitz

Viele Jahre habe ich hauptsächlich Landschaften fotografiert. Das abwechslungsreiche natürliche Licht und die Änderungen im Tages- Monats- und Jahreslauf fanden mein Interesse, und nie wurde mir langweilig die selben Örtlichkeiten wieder und wieder aufzunehmen. Entweder war das Licht (und damit die Schatten) anders, die Pflanzen der Jahreszeit entsprechend in einem anderen Entwicklungsstadium oder meine Stimmung verschieden im Vergleich zu den anderen Malen, da ich das selbe Objekt ebenfalls als Motiv erkannt hatte. Man macht nie zwei Mal das selbe Bild, so wie man auch nie zwei Mal in den selben Fluss steigen kann.

Und dann geschah etwas völlig Unerwartetes. Weiterlesen

Portrait FJB strange

Subhash: „Portrait FJB strange”

„Portrait FJB strange”

Weiter geht’s mit Mehrfachportraits: Hier eines, das einen befremdlichen, schrägen Eindruck macht. Es wurde in der selben Technik aufgenommen wie das im Beitrag „Studioblitz” gezeigte Bild. Aber da Gesichter sehr empfindlich auf Eingriffe reagieren und sich der Ausdruck durch Manipulationen stark ändert, ist die Bildwirkung deutlich anders. Weiterlesen

Fotoausstellung in Waidhofen/Thaya

Im Rahmen einer Gruppenausstellung des Waidhofener Fototreffs zeige ich 11 Lichtzeichnungen und 4 Schilde (Beispiele unten).

Fototreff WT präsentiert 12 Fotograf*innen

Ruby-Passage (Böhmgasse 30)
3830 Waidhofen/Thaya
Eröffnung: Fr, 21. März ’14, 19:30 Uhr
Musik: Gaby Stattler und Zappa (Bluespumpm)
geöffnet bis 27. April ’14
Mo bis Fr: 8:30-12:30 und 14-18 Uhr
Sa: 9-12:30 Uhr Weiterlesen

Selbstportraits auf Butterdose

Irgendwann in der (Kunst-) Geschichte der Menschheit taucht die Idee auf, dass eine dem Augeneindruck entsprechende Wiedergabe eines Motivs des Wesentliche dieses Gegenstands, dieser Landschaft, dieses Lebewesens etc. entspräche. Die so genannte „naturgetreue” Abbildung wurde (und wird noch immer) hoch geschätzt. Für ein Selbstportrait brauchten die alten Meister, weil sie ja noch kein dreh- und schwenkbares Display auf ihren noch nicht vorhandenen Digitalkameras hatten, also mindestens einen Spiegel um sich „naturgetreu” (als ob sich die Natur bloß an der Oberfläche aufhielte!) darstellen zu können. Weiterlesen