Natürliches Licht kombiniert mit Blitz

Viele Jahre habe ich hauptsächlich Landschaften fotografiert. Das abwechslungsreiche natürliche Licht und die Änderungen im Tages- Monats- und Jahreslauf fanden mein Interesse, und nie wurde mir langweilig die selben Örtlichkeiten wieder und wieder aufzunehmen. Entweder war das Licht (und damit die Schatten) anders, die Pflanzen der Jahreszeit entsprechend in einem anderen Entwicklungsstadium oder meine Stimmung verschieden im Vergleich zu den anderen Malen, da ich das selbe Objekt ebenfalls als Motiv erkannt hatte. Man macht nie zwei Mal das selbe Bild, so wie man auch nie zwei Mal in den selben Fluss steigen kann.

Und dann geschah etwas völlig Unerwartetes. Weiterlesen

Portrait FJB strange

Subhash: „Portrait FJB strange”

„Portrait FJB strange”

Weiter geht’s mit Mehrfachportraits: Hier eines, das einen befremdlichen, schrägen Eindruck macht. Es wurde in der selben Technik aufgenommen wie das im Beitrag „Studioblitz” gezeigte Bild. Aber da Gesichter sehr empfindlich auf Eingriffe reagieren und sich der Ausdruck durch Manipulationen stark ändert, ist die Bildwirkung deutlich anders. Weiterlesen

Fotoausstellung in Waidhofen/Thaya

Im Rahmen einer Gruppenausstellung des Waidhofener Fototreffs zeige ich 11 Lichtzeichnungen und 4 Schilde (Beispiele unten).

Fototreff WT präsentiert 12 Fotograf*innen

Ruby-Passage (Böhmgasse 30)
3830 Waidhofen/Thaya
Eröffnung: Fr, 21. März '14, 19:30 Uhr
Musik: Gaby Stattler und Zappa (Bluespumpm)
geöffnet bis 27. April '14
Mo bis Fr: 8:30-12:30 und 14-18 Uhr
Sa: 9-12:30 Uhr Weiterlesen

Selbstportraits auf Butterdose

Irgendwann in der (Kunst-) Geschichte der Menschheit taucht die Idee auf, dass eine dem Augeneindruck entsprechende Wiedergabe eines Motivs des Wesentliche dieses Gegenstands, dieser Landschaft, dieses Lebewesens etc. entspräche. Die so genannte „naturgetreue” Abbildung wurde (und wird noch immer) hoch geschätzt. Für ein Selbstportrait brauchten die alten Meister, weil sie ja noch kein dreh- und schwenkbares Display auf ihren noch nicht vorhandenen Digitalkameras hatten, also mindestens einen Spiegel um sich „naturgetreu” (als ob sich die Natur bloß an der Oberfläche aufhielte!) darstellen zu können. Weiterlesen

Weiches Licht für Portraits um die Mittagszeit

Undine-Brunnen, Baden bei Wien (Detail)

Nicht immer streuen Wolken das Mittagslicht

Das Licht am Morgen ist sanft, weich und arbeitet bei schönem Wetter Strukturen trotzdem gut heraus. Ähnlich das am Abend.

Was aber, wenn wir ausgerechnet Portraits um die Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein fotografieren müssen und kein aufziehendes Gewitter, wie am Bild links, das Licht dämpft? Widerspricht das nicht den Grundregeln der (Portrait-) Fotografie? – Nun, es gibt ein paar einfache Tricks, auch um diese Zeit mit einfachen (oder auch gar keinen) Hilfsmitteln zu gut durchzeichneten Portraits zu kommen. Weiterlesen

Fotoworkshop: „Einander sehen”

„Portraitfotografie auf Gegenseitigkeit” in Mödling

Subhash: „Aurora und Elias”

Ein Tag der Entdeckungen durch gemeinsames Fotografieren.

Die Teilnehmer*innen dieses Workshops bilden nach dem ersten Kennenlernen Paare und nehmen von einander ein Portrait bei natürlichem oder jedenfalls gegebenem Licht auf: Einen fremden Menschen sehen lernen und versuchen ihn so ausdrucksstark zu fotografieren, dass wir damit unseren Eindruck wiedergeben können. Auf der anderen Seite erfahren, wie man gesehen wird, und vielleicht eine neue Seite an sich kennen lernen. Eine Auswahl der Fotografien in der gesamten Gruppe gemeinsam sichten, und jeweils ein Bild gekonnt ausarbeiten. Weiterlesen

Keine Verbrecherfotos mehr!

Cover David duChemin: “Forget Mugshots”

Sie fotografieren interessante, liebe, lustige und schöne Leute und immer werden daraus nur „Verbrecherfotos”? Ich glaube, die passende Technik kann helfen, das zu ändern. Damit meine ich weder, dass Sie sich jetzt ein Fotostudio anschaffen oder auch nur mieten sollten, noch dass Sie ein Studium der Portraitfotografie absolvieren müssen, nein, es gibt einfache Hinweise, die helfen, ein Portrait bei vorhandenem Licht so zu gestalten, dass es dem Wesen des abgebildeten Menschen gerecht wird. Weiterlesen

Scharfsichtige Frauen in Paris

Cover „Scharfsichtige Frauen”

Am Beginn des 20. Jhdts., als die Fotografie noch ein relativ neues Medium war und wenig beschwert und eingeengt durch standardisierte Konventionen oder durch berufliche Ausbildungsstätten, verbrachten auch viele Frauen ihre fotografischen Lehr- und Wanderjahre in Paris.

Lernen hieß damals experimentieren, entdecken, erforschen und vielleicht weniger ein Schema erfüllen, als das heute der Fall ist. Natürlich musste man auch damals ein Bild „richtig” belichten können. „Richtig” unter Anführungszeichen, denn was richtig ist, das konnte man und frau oft noch weitgehend selbst bestimmen. Wenn man eine kleine Leica benutzte, wurde man zwar nicht ernst genommen, aber wenn einem das nichts anhaben konnte, war man relativ frei. Dazu kam die Dunkelkammertechnik, die man sich als Assistentin aneignen durfte und oft auch musste, denn nicht viele hatten die Gelegenheit, im Fach Fotografie eine formelle Ausbildung abzuschließen. Weiterlesen

Blues in my Eyes

Pink Floyd, 1973 (?)

Pink Floyd, 1973 (?)

Seit Jahren fotografiere ich in Konzerten, früher in großen – eines meiner Musikregale ziert ein Foto von einem Pink Floyd-Konzert in der Wiener Stadthalle, vermutlich aus dem Jahr 1973 –, in den letzten Jahren nur mehr an kleinen Veranstaltungsorten. So gut wie immer ohne Auftrag; meist wohlgelitten, manchmal gerade noch geduldet und hin und wieder auch deutlich angefeindet, wenn die anscheinend gewünschten Unterwerfungsgesten dem Veranstalter gegenüber nicht erbracht wurden. Dies sei vorausgeschickt um zu betonen, dass mir an Musik etwas liegt und ich sie gerne auch mit Fotografie verbinde.1)

Nun haben mich meine Vorlieben fürs Niederösterreichische Waldviertel und für Jazz einen eindrucksvollen Fund machen lassen. Mir war Werner Kohn kein Begriff, das muss ich zugeben … Weiterlesen