Sagenhafte Freiheit

Subhash: „Fenster #9554”

„Kirchberger Fenster #9554”
für das Projekt
„Öffnungszeit”

Was zum Teufel machen sie denn mit ihrer sagenhaften Freiheit? Wo es irgendwie kostspielig wird, sind sie so vorsichtig wie irgendein deutscher Untertan. In der Tat, wer kann es sich denn leisten, Frau und Kinder zu haben, eine Familie mit Zubehör, wie es sich gehört, und zugleich eine freie Meinung nicht bloß in Nebensachen? Weiterlesen 

Selbsteinschätzung

Workshop „Spiel der Wirklichkeit” – Rückseite

Flyer – Rückseite

„Was kostet’s?” ist in unserer geldbetonten Wirtschaftsweise eine wichtige Frage. Denn seriöserweise muss ich abschätzen, ob ich mir das Angebotene leisten kann. Ob ich den geforderten Gegenwert in Geld erbringen möchte und kann. Das wäre ja noch relativ einfach.

So einfach ist es aber nicht, wenn man ein wenig nachdenkt. Denn ein bestimmter Geldbetrag ist kein absoluter Wert, obwohl es erst einmal so aussieht; Geld ist kein Wert an sich, sondern ein Symbol für einen Wert, ein Versprechen. Geld kann man nicht essen, man kann sich schlecht damit bekleiden, zum Wände tapezieren ist das Format zu mühselig, zum Einheizen brennt es zu schlecht. Weiterlesen 

Die Nacht hat 12 Stunden
dann kommt schon der Tag

Subhash: „Franz-Josef-Denkmal am Vereinsberg in Schrems (Waldviertel) #3227”

Franz-Josef-Denkmal am Schremser Vereinsberg

Wie tröstlich, dass die Denkmäler der Herrschenden ebenso verblassen wie die Grabsteine längst vergessener Menschen! Der Glanz der aufgeblasensten Hähne vergeht ebenso wie die Schande der Untertanen in Lumpen. Wenigstens am Ende sind wieder alle gleich.

Noch kann man die Inschrift entziffern, aber nicht mehr lange: Weiterlesen 

Welt und Anschauung

„Vor der Eröffnung”

Vor der Eröffnung

Ein Text zur Ausstellung in Zwettl beim Sammer:

Alle Fotografie abstrahiert.

Bleiben wir fürs Erste bei der ohnehin herrschenden Sichtweise, es gäbe „da draußen” eine Welt voller Dinge und voller Energie, und wir als menschliche Wesen hätten Organe um davon ein wenig mitzubekommen.

Unseren Sinnesorganen ist nur ein kleiner Teil dieser Außenwelt zugänglich, und dieser Teil wird in der Fotografie auf optischen Wahrnehmung und weiter auf einen bloßen Teil des Visuellen begrenzt. Beispielsweise kann ich die Spanne der Helligkeitsunterschiede, die ich sehen kann, nicht ohne weiteres fotografieren. Nehme ich sie mittels speziellem Verfahren doch auf, so kann ich sie weder dem Augeneindruck entsprechend auf einem Monitor darstellen, noch aufs Papier bringen. Weiters ist das übliche fotografische Bild bekanntlich auf zwei Dimensionen beschränkt. Aus bewegtem Geschehen wird ein Standbild, aus dem Gesichtsfeld eine Aufnahme. Und doch wurde die Fotografie in ihren Anfängen als ein Medium gefeiert, das eine nie zuvor erreichte Objektivität und wirklichkeitsgetreuen Realismus ermöglichte. Gleichzeitig jedoch gab es kritische Stimmen, die fragten, ob sie denn überhaupt imstande sei, das „Wesen der Dinge” zu erfassen. Ob sie nicht, überladen mit völlig überflüssigen Details und „unnatürlicher Schärfe”, ein nur oberflächliches Abbildungsmittel des bloßen Augenscheins sei. Weiterlesen 

Ein Ende

 

Unsere Vorstellungswelt ist von den „wirtschaftlichen Sachzwängen” dermaßen in Beschlag genommen, dass mittlerweile wohl eher ein Ende der Welt, als ein Ende des Kapitalismus vorstellbar ist.

(Peter Moeschl)

Subhash: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel #6449”

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel Kommentieren →

Aufruf: Hilfe für die NSA

Die Burschen von der NSA haben’s schwer: Da rackern sie sich jahrelang ab wie die Blöden um die Achse des Guten vor der Achse des Bösen zu beschützen, versuchen alles über alle herauszufinden, zeichnen Millionen Handygespräche auf, speichern Milliarden eMails, und dann bekommen sie keinen Orden, sondern werden ausgebuht! Weil sie uns (die Guten) auch auspionieren. Ja aber, bitte, wie sollen sie denn wissen, dass wir die Guten sind, wenn sie nicht auch alles von uns kontrollieren? Hmm? Daran denken die Buhrufer nicht. Dabei ist es doch ursuper, wenn die Guten mehr wissen als die Bösen. Dann können sie uns nämlich viel besser beschützen. Weiterlesen 

Industrieabfälle und Faustrecht

Ich habe vor ein paar Tagen einen kurzen Beitrag über das „Transatlantische Freihandelsabkommen” (TTIP), wie das so nett heißt, geschrieben, und muss feststellen, dass das Interesse daran unterdurchschnittlich gering ist. Interessant. Da wird versucht in einem Aufwaschen die letzten Kleinbauern zu ruinieren, den Biolandbau loszuwerden und die Demokratie abzuschaffen, und es interessiert kaum jemanden.

Gut, das ist ein Fotoblog, ein philosophisches Fotoblog und kein Politik-Blog, aber trotzdem, manchmal sollte man vielleicht doch über seine Streulichtblende hinaus und von seinem Elfenbeinturm runterschauen. Sonst könnte es passieren, dass man nur mehr Industrieabfälle als Nahrungsmittel vorgesetzt bekommt und einem die Antibiotika und Hormone aus der Schlachtkörperherstellung schon bei den Ohren rauswachsen. Ein wunderschöne vielfältige Landschaft, wie sie das Waldviertel noch zu bieten hat (wenn auch die vielen Fichtenplantagen keinen wirklich attraktiven Wald abgeben), kann man dann nur mehr in so genannten Entwicklungsländern und zwar abseits deren verzweifelter Versuche industriellen Anschluss zu bekommen besuchen; und gleich mit den Abgasen seines Fluges helfen, die gesunde Umgebung weiter verschwinden zu lassen.

Subhash: „Windbruch #1195”

„Windbruch #1195” Weiterlesen 

TTIP – Ein Exempel für die Freie Machtwirtschaft

Als ob europäische Staaten und Menschen nicht schon mehr als ausreichend auf Ökonomie zugerichtet wären, wird nun der nächste Anschlag auf die Souveränität der Gesellschaften geplant. Aberwitzige Ideen schwirren da herum, beispielsweise vom Recht der Konzerne auf Klage wegen Profitentgang, wenn Umweltschutzgesetze die hemmungslose Kapitalverwertung stören.

Subhash: „Äcker #987”

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Die Rote Gefahr

Subhash: „Die rote Gefahr #9950”

„Die rote Gefahr #9950”

„Fressen und gefressen werden” lautet das unbarmherzige Gesetz der freien Natur – zumindest wenn man den Darwinisten oder den Neoliberalisten glauben sollte.

Darwin selbst kann kaum etwas dafür, das einmal gleich richtig gestellt: Er hat zugegeben, dass Kooperation ein mindestens ebenso starkes Prinzip „der Natur” ist, wie Konkurrenz. Der russische Anarchist Peter Kropotkin hat gar ein Buch darüber geschrieben, wie weit verbreitet Kooperation unter allen Lebewesen ist: „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt”. Weiterlesen 

Facebook/Photograph 2

Subhash: „Ausgebohrt”

Hier auf dieser Website ist kein Facebook-Like-Button zu finden. Auch keiner von Twitter oder Google+. Allerdings gibt’s „I don’t like Facebook”- (Twitter-, Google+-) Buttons rechts am Rand, und das hat seinen Grund. Weiterlesen