Original.Druck.Grafik in Horn

Andreas Ortag: „Ja aber nein”

Andreas Ortag stellt im Kunstverein Horn aus. Auch sein neues Buch „Ja aber nein” ist nun nach vielen Jahren fertig geworden. Ich habe mir eines vergönnt und werde nun von ihm angeregt, belebt, erfreut und überrascht. Dick und schwer liegt es am großen Tisch zur jederzeitigen Konsultation bereit gehalten. Texte von Freund*innen, Fachleuten, Praktiker*innen und Theoretikern*innen beleuchten das reichhaltige, vielfältige und erfrischend lebensnahe Werk des 59jährigen geborenen Waldviertlers. Weiterlesen 

Im Straßengraben

Der Straßengraben, dort wo die zu Tode gefahrenen Tiere reingeschleudert werden, wo die schon dringend der Erleichterung bedürftigen Autofahrer reinpinkeln, Wasser und Boden durch Abrieb und Abgas so verschmutzt ist, dass man es mancherorts bereits zum Vergiften von Kleintieren verwendet, aber ansonsten beinahe ausgestorbene Pflanzen zu finden sind – der Straßengraben ist den Meisten keines Blickes würdig. Die einen rasen vorbei und kommen nur unfreiwillig in ihm (wenn sie in den Graben fahren) oder aus Not (siehe oben) an ihm zu stehen, die anderen verachten den Straßengraben als das vielleicht dreckigste Symptom der Krankheit, die durch den „Virus Auto” (Hermann Knoflacher) ausgelöst wird. Aber Schönheit ist überall zu finden, man muss nur hinsehen. Weiterlesen 

„Bürgerrecht statt Bankenrecht”

Demonstration „Bürgerrecht statt Bankenrecht” am 7. Dezember 2012 vor dem Wiener Parlament: Die Finanzmarktaufsicht (FMA) meint Bürger*innen, die kleinen Unternehmen, der EZA, Solarenergieerrichtungsinitiativen und anderen Geld geliehen haben, vor diesen schützen zu müssen und bedroht die Geldnehmenden mit saftigen Strafen. Diese wollen sich das nicht gefallen lassen und pochen auf das Recht auf Selbstorganisation der Bürger*innen.

Demonstration „Bürgerrecht statt Bankenrecht”, Wien, 7.12.2012 (Foto Subhash) Weiterlesen 

In welchen Himmel kommen tote Sonnen?

Cover Henri Huhki Edelbauer: „In welchen Himmel kommen tote Sonnen?”

Zugegeben: Es ist kein Fotobuch: Im Inneren befindet sich ein einziges Bild (das zeigt den Autor und ist schlecht gedruckt), und sonst gibt es nur eines am Cover, das sehen Sie hier links (groß auf Anklicken). Warum also wird dieses Buch hier vorgestellt, hier in einem Fotoblog? –

Nun, weil es ein philosophisches Fotoblog ist und Huhki mit diesem Buch ein philosophisches Werk vorlegt, dass auch Fotograf*innen inspirieren kann, geht es doch oft genug in seinen Texten um Wahrnehmung, Erkenntnis und Kreativität, worauf der geneigte Leser, die stöbernde Leserin dann mit Neugier, Begeisterung, Verwirrung, Verwunderung und/oder Unverständnis reagieren mag, ungefähr in dieser Reihenfolge, wobei ein Gefühl dabei nicht die vorigen auslöscht, sondern sich nur – zeitweise dominant – druntermischt, und Unverständnis auch nicht das ist, was bleibt, sondern ein Amalgam aus allen Reaktionen. Fad wird einem jedenfalls nicht dabei. Weiterlesen 

Wie man durch HDR reich wird

Hütte als HDR-Bonbon

Typisches
Bonbon-Tone Mapping
(aber es geht auch naturalistischer)

Ein Foto ist eine magere Angelegenheit. Eine Zweihundertfünfzigstel Sekunde meines Lebens. Flach in zwei Dimensionen. Mit einem erbärmlichen Kontrastumfang. Riecht nicht, schmeckt nicht, klingt nicht und ist auch mager in den haptischen Qualitäten – verglichen mit meiner Katze. Unbeweglich, starr und tot.

Nun ja. Ich mag es trotzdem Fotos zu machen. Nicht nur wegen der Ergebnisse – die sind manchmal trotz allem eine Freude – sondern weil ich anders sehe, wenn ich fotografiere. Ich habe durch die Fotografie eine andere Sichtweise erlernt, die Welt präsentiert sich mir anders, und das bereichert mein Leben. Weiterlesen