Kurs zur kreativen Bildausarbeitung

Beschneiden und Helligkeit/Kontrast-Einstellen ist das, was beinahe jede*r Fotograf*in kennt. Für manche ist das auch schon alles, was sie unter Nachbearbeitung verstehen. Andere wiederum halten sich für Puristen, weil sie ihre Aufnahmen, so wie sie aus der Kamera kommen, als Originale ansehen und nichts daran ändern. Natürlich fotografieren sie in JPG und sind daher völlig der Kamera-Programmierung unterworfen. In meinen Augen sind sie dadurch beinahe so weit wie nur möglich von Purismus entfernt.

„Morgenstimmung #2063” (vor der Ausarbeitung)„Morgenstimmung #2061-64” (nach der Ausarbeitung)

„Morgenstimmung #2061-64” (vor und nach der Ausarbeitung)”

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Planlos

„Planlos” ist der Titel des 8. Fotografischen Salons im Waldviertel, der am 16. Jänner ’18 ab 16 Uhr stattfinden wird.

Was für Pläne verfolge ich beim Fotografieren, könnte ich auch anderen nachgehen? Muss ich überhaupt einen Plan verfolgen, ist das vielgelobte „Previsualisieren” wirklich ein Garant für gute Fotos? Bin ich mit Plan meiner unbewussten ästhetischen Prägung nicht unterworfen?

Subhash: „Oben und unten #492” Weiterlesen 

Ein Workshop für
Handy- & und Profifotograf*innen?!

Subhash: „Ziellos #0254”

„Ziellos #0254”

Wie kann Handy und so genannte Vollformatkamera miteinander arbeiten? Wie ist es möglich, für Anfänger*innen und Profis den selben Foto-Workshop anzubieten und sie noch dazu gleichzeitig teilnehmen zu lassen? Kommt da nicht der eine oder die andere zu kurz? –

Es ist gar kein großes Geheimnis und auch keine eierlegende Wollmilchsau nötig: Die wichtigste Zutat zu einem guten Bild ist ja nicht in der Ausrüstung zu finden, sondern im Menschen, der sie bedient. Dessen Wahrnehmungsfähigkeit zu stärken bewirkt mehr als die wunderbarste Technik und kommt ihm in jeder Situation zugute. Weiterlesen 

Christine Tippelreiter

Menschen sind vielschichtig. Sie haben Facetten, die je nach den Umständen verblassen oder aufleuchten. Und das ist das Spannende für den oder die (Portrait-) Fotograf*in, gleichgültig ob die Absicht mitspielt, eine bestimmte Facette zu zeigen oder im Gegenteil, zu erforschen, was sich gerade zeigen kann. Mit ein bisschen Glück geben sich Seiten zu erkennen, von denen weder das Modell noch der Mensch hinter der Kamera etwas wusste. Dieses Glück wird dadurch begünstigt, dass man sich Zeit nimmt, es nicht eilig hat, vielleicht Verschiedenes ausprobiert, aber keine fixe Vorstellung vom Ergebnis mitbringt. Weiterlesen 

Fotografieren mit Blende 120

Als Freund des unscharfen Bildes und des kreativen Ausdrucks musste ich ja wieder auf die Lochkamera kommen. Wer so etwas noch nie in der Hand gehabt, ja, nicht einmal gesehen hat, für den ist es schon verblüffend, dass man zum Fotografieren kein Objektiv braucht, keine einzige Linse. Und dass das Prinzip nicht nur mit einer Schuhschachtel, sondern auch mit einem digitalen Kameragehäuse funktioniert. Weiterlesen 

1 Woche, 1 Kamera, 1 Objektiv, 1 Blende

Subhash: „Eins #7993”

„Eins #7993”

Eine Woche mit etwas Zeit ein eigenes Projekt zu verfolgen. Relativ viel in der Natur unterwegs. Eine Kamera dabei (Olympus E-5), kein Stativ, aber ein lichtstarkes Telezoom (Olympus Zuiko 35-100 mm, f/2 durchgehende Offenblende). Einen 2-fach Telekonverter (kaum benutzt) und einen Verlängerungstubus für Nahaufnahmen (wenig benutzt). 2 Graufilter (6,7 EV und 3 EV). Zusätzliche Einschränkung: die ganze Woche nur eine einzige Blende verwenden!

Einschränkungen können einen zwingen die Augen erneut zu öffnen, gewohnte fotografische Lösungen nicht anwenden zu können und daher ein bisschen kreativer zu sein. Das ist nicht garantiert, aber höchstwahrscheinlich lernt man etwas dabei, das einem auch im fotografischen Alltag hilft und das Sehen schärft. Weiterlesen 

Neue Fotozeitschrift „Photograph”

Cover “Photograph”

Craft & Vision bringt eine neue Fotozeitschrift als werbefreies PDF um nur 8 US$ pro Ausgabe oder 24 US$ für das Jahresabonnement (4 Ausgaben). Die erste Nummer hat 132 Seiten, bringt Portfolios dreier Fotografen und viele Artikel, die mit Herz und Hirn geschrieben wurden (d.h. zeigen, dass es nicht nur um technische, sondern vor allem auch um künstlerische Belange geht). Weiterlesen 

Über Fotografie

Subhash: «Pormelado #3057»

«Pormelado #3057»

Wir betrachten die Photographie, das Bild an unserer Wand, als das Objekt selbst (Mensch, Landschaft, etc.), welches auf ihr dargestellt ist.

Dies müsste nicht sein.

(Ludwig Wittgenstein)

Jede Sprache im weiteren Sinn korrumpiert, lähmt und betäubt für gewöhnlich – nicht nur die der Fotografie, für die das Susan Sontag anmerkt. Sprache macht einerseits wahrnehmbar, indem sie sozusagen Behältnisse für den doch recht undifferenzierten Energiefluss bereit hält, doch sie prägt und zensuriert damit jede Wahrnehmung und lässt diesen Umstand dann vergessen. Sie stellt die Bausteine zur Verfügung, aus denen wir Erinnerungen bauen (und ohne Erinnerung keine Wahrnehmung), diese Modellbauwelt, die wir gewöhnlich für wahr nehmen. Sind uns die Bausteine sehr vertraut und verwenden wir sie immer auf die selbe Weise, dann ist unsere Welt grau, langweilig, leblos und altbekannt. Manche Wahrnehmung ist mit mancher Sprache auch einfach gar nicht möglich. Aber ebenso wie es Menschen gibt, die sich und Andere mit Hilfe von Worten aus der Betäubung heraussingen können, gibt es Überwinder*innen der Stumpfheit auf jedem Gebiet des „Hantierens mit Symbolen” (was „Sprache” letztlich bedeutet). Das sind Künstler*innen, die erst an die Grenzen gehen, an die Absperrungen, und dann darüber hinaus. Weiterlesen