Ein Workshop für
Handy- & und Profifotograf*innen?!

Subhash: „Ziellos #0254”

„Ziellos #0254”

Wie kann Handy und so genannte Vollformatkamera miteinander arbeiten? Wie ist es möglich, für Anfänger*innen und Profis den selben Foto-Workshop anzubieten und sie noch dazu gleichzeitig teilnehmen zu lassen? Kommt da nicht der eine oder die andere zu kurz? –

Es ist gar kein großes Geheimnis und auch keine eierlegende Wollmilchsau nötig: Die wichtigste Zutat zu einem guten Bild ist ja nicht in der Ausrüstung zu finden, sondern im Menschen, der sie bedient. Dessen Wahrnehmungsfähigkeit zu stärken bewirkt mehr als die wunderbarste Technik und kommt ihm in jeder Situation zugute. Weiterlesen

Christine Tippelreiter

Menschen sind vielschichtig. Sie haben Facetten, die je nach den Umständen verblassen oder aufleuchten. Und das ist das Spannende für den oder die (Portrait-) Fotograf*in, gleichgültig ob die Absicht mitspielt, eine bestimmte Facette zu zeigen oder im Gegenteil, zu erforschen, was sich gerade zeigen kann. Mit ein bisschen Glück geben sich Seiten zu erkennen, von denen weder das Modell noch der Mensch hinter der Kamera etwas wusste. Dieses Glück wird dadurch begünstigt, dass man sich Zeit nimmt, es nicht eilig hat, vielleicht Verschiedenes ausprobiert, aber keine fixe Vorstellung vom Ergebnis mitbringt. Weiterlesen

1 Woche, 1 Kamera, 1 Objektiv, 1 Blende

Subhash: „Eins #7993”

„Eins #7993”

Eine Woche mit etwas Zeit ein eigenes Projekt zu verfolgen. Relativ viel in der Natur unterwegs. Eine Kamera dabei (Olympus E-5), kein Stativ, aber ein lichtstarkes Telezoom (Olympus Zuiko 35-100 mm, f/2 durchgehende Offenblende). Einen 2-fach Telekonverter (kaum benutzt) und einen Verlängerungstubus für Nahaufnahmen (wenig benutzt). 2 Graufilter (6,7 EV und 3 EV). Zusätzliche Einschränkung: die ganze Woche nur eine einzige Blende verwenden!

Einschränkungen können einen zwingen die Augen erneut zu öffnen, gewohnte fotografische Lösungen nicht anwenden zu können und daher ein bisschen kreativer zu sein. Das ist nicht garantiert, aber höchstwahrscheinlich lernt man etwas dabei, das einem auch im fotografischen Alltag hilft und das Sehen schärft. Weiterlesen

Neue Fotozeitschrift „Photograph”

Cover “Photograph”

Craft & Vision bringt eine neue Fotozeitschrift als werbefreies PDF um nur 8 US$ pro Ausgabe oder 24 US$ für das Jahresabonnement (4 Ausgaben). Die erste Nummer hat 132 Seiten, bringt Portfolios dreier Fotografen und viele Artikel, die mit Herz und Hirn geschrieben wurden (d.h. zeigen, dass es nicht nur um technische, sondern vor allem auch um künstlerische Belange geht). Weiterlesen

Über Fotografie

Subhash: «Pormelado #3057»

«Pormelado #3057»

Wir betrachten die Photographie, das Bild an unserer Wand, als das Objekt selbst (Mensch, Landschaft, etc.), welches auf ihr dargestellt ist.

Dies müsste nicht sein.

(Ludwig Wittgenstein)

Jede Sprache im weiteren Sinn korrumpiert, lähmt und betäubt für gewöhnlich – nicht nur die der Fotografie, für die das Susan Sontag anmerkt. Sprache macht einerseits wahrnehmbar, indem sie sozusagen Behältnisse für den doch recht undifferenzierten Energiefluss bereit hält, doch sie prägt und zensuriert damit jede Wahrnehmung und lässt diesen Umstand dann vergessen. Sie stellt die Bausteine zur Verfügung, aus denen wir Erinnerungen bauen (und ohne Erinnerung keine Wahrnehmung), diese Modellbauwelt, die wir gewöhnlich für wahr nehmen. Sind uns die Bausteine sehr vertraut und verwenden wir sie immer auf die selbe Weise, dann ist unsere Welt grau, langweilig, leblos und altbekannt. Manche Wahrnehmung ist mit mancher Sprache auch einfach gar nicht möglich. Aber ebenso wie es Menschen gibt, die sich und Andere mit Hilfe von Worten aus der Betäubung heraussingen können, gibt es Überwinder*innen der Stumpfheit auf jedem Gebiet des „Hantierens mit Symbolen” (was „Sprache” letztlich bedeutet). Das sind Künstler*innen, die erst an die Grenzen gehen, an die Absperrungen, und dann darüber hinaus. Weiterlesen

In welchen Himmel kommen tote Sonnen?

Cover Henri Huhki Edelbauer: „In welchen Himmel kommen tote Sonnen?”

Zugegeben: Es ist kein Fotobuch: Im Inneren befindet sich ein einziges Bild (das zeigt den Autor und ist schlecht gedruckt), und sonst gibt es nur eines am Cover, das sehen Sie hier links (groß auf Anklicken). Warum also wird dieses Buch hier vorgestellt, hier in einem Fotoblog? –

Nun, weil es ein philosophisches Fotoblog ist und Huhki mit diesem Buch ein philosophisches Werk vorlegt, dass auch Fotograf*innen inspirieren kann, geht es doch oft genug in seinen Texten um Wahrnehmung, Erkenntnis und Kreativität, worauf der geneigte Leser, die stöbernde Leserin dann mit Neugier, Begeisterung, Verwirrung, Verwunderung und/oder Unverständnis reagieren mag, ungefähr in dieser Reihenfolge, wobei ein Gefühl dabei nicht die vorigen auslöscht, sondern sich nur – zeitweise dominant – druntermischt, und Unverständnis auch nicht das ist, was bleibt, sondern ein Amalgam aus allen Reaktionen. Fad wird einem jedenfalls nicht dabei. Weiterlesen

„Es malt mich”
(oder: Meine Beziehung zur abstrakten Kunst)

Rahi: „Butterfly Newborn”

Rahi: „Butterfly”

Als autodidaktischer Künstler beschäftige ich mich mit großer Begeisterung und Hingabe mit der Malerei. Seit 1999 sind so mehrere hundert „Bilder” entstanden, die immer mehr aus meinem Bauch als aus dem Kopf entstehen. Bevorzugt am Morgen entstehen so die Bilder wie von alleine – es malt mich! Mein eigener Anspruch löst sich auf, und ich genieße es, mich auch selbst zu überraschen. Oft kommt der „Sinn” erst nachher hinein. Wie z.B. im vorliegenden Bild  BUTTERFLY. Weiterlesen