Farbe, Form und Linie

Farbe, Form und Linie sind wesentliche Elemente jedes Motivs und Bildes. Selbstverständlich gibt es noch andere, wie z.B. Textur, aber auf diese wollte ich zu Gunsten der drei genannten einmal verzichten. Durch eine spezielle Aufnahmetechnik ist es möglich, auch Fotografien auf diese grundlegenden abstrakten Eigenschaften zu reduzieren. So eine Beschränkung lässt einen bewusster als sonst darauf achten, wie das „optische Gewicht” der Bildelemente zusammenspielt. Keine Details lenken davon ab. Weiterlesen 

Mein neuer Held

Bei der Eröffnung unserer aktuellen Fotoausstellung habe ich es erwähnt: Ich habe einen neuen Helden im Bereich der Fotografie! Er heißt Wynn Bullock.

Auch ihm war das Erweitern der menschlichen Wahrnehmung ein Anliegen. Immer wieder hat er seine fotografische Technik geändert und Neuland mit neuem Werkzeug betreten. Erst lange als Schwarzweiß-Fotograf mit einer 20 x 25 cm Fachkamera tätig, wechselte er zu Farbabstraktionen (die er mit der Kleinbildkamera aufnahm, die auch meine erste Spiegelreflexkamera war, einer Exakta aus der DDR), um drei, vier Jahre später wieder zur Schwarzweißfotografie mit einer 6 x 6-Rollei SL66 zurückzukehren. Weiterlesen 

Der 6. Fotografische Salon + Gewinnspiel

Heute fand der sechste Fotografische Salon in Schwarzenau statt. Sein Thema: „Experimente mit Kerzenlicht”. Erstaunliche Ergebnisse wurden erreicht, und obwohl digital fotografiert wurde, entstanden alle Effekte, auch der, der hier zu sehen ist, auf analogem Weg. Es handelt sich also nicht um Computergrafik, sondern um klassische Fotografie:

Subhash: „Experiment #510” Weiterlesen 

Rotwein

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Wir brauchen das Ungenaue!

Subhash: «Las sombras #6738»

«Las sombras #6738»

Ob denn die Fotografie überhaupt imstande sei, das Wesen der Dinge wiederzugeben, das fragten sich viele der ersten Fotografen, wo sie doch wahllos eine Unmenge unnützer Details aufzeichne.

„Das Wesen der Dinge”: Wer verschwendet heute noch einen Gedanken daran? Man tut so, als ob Fotografie DIE WAHRHEIT darstelle, obwohl jedem Mitglied der westlichen „Zivilisation” klar sein müsste, dass hier alles Mögliche aufgenommen wird, nur ganz sicher nicht die eine, einzige Wahrheit. Man tut so, als sei diese oberflächliche Ansicht der Dokumentaristen schon das (oder jedenfalls genügend) Wesen der Dinge. Dementsprechend wird dem Detailreichtum gehuldigt, der Schärfe und der Quietschentchen-Buntheit. Das ist selbstverständlich auch Ausdruck eines Glaubens an die Wissenschaft, die sich ja ebenfalls nicht mit einem vermuteten Wesen beschäftigt, sondern mit Details, Stückwerk, Bruchstücken, und glaubt, dadurch DER WAHRHEIT auf die Spur kommen zu können. Weiterlesen