Der 6. Fotografische Salon + Gewinnspiel

Heute fand der sechste Fotografische Salon in Schwarzenau statt. Sein Thema: „Experimente mit Kerzenlicht”. Erstaunliche Ergebnisse wurden erreicht, und obwohl digital fotografiert wurde, entstanden alle Effekte, auch der, der hier zu sehen ist, auf analogem Weg. Es handlet sich also nicht um Computergrafik, sondern um klassische Fotografie:

Subhash: „Experiment #510” Weiterlesen 

Rotwein

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Wir brauchen das Ungenaue!

Subhash: «Las sombras #6738»

«Las sombras #6738»

Ob denn die Fotografie überhaupt imstande sei, das Wesen der Dinge wiederzugeben, das fragten sich viele der ersten Fotografen, wo sie doch wahllos eine Unmenge unnützer Details aufzeichne.

„Das Wesen der Dinge”: Wer verschwendet heute noch einen Gedanken daran? Man tut so, als ob Fotografie DIE WAHRHEIT darstelle, obwohl jedem Mitglied der westlichen „Zivilisation” klar sein müsste, dass hier alles Mögliche aufgenommen wird, nur ganz sicher nicht die eine, einzige Wahrheit. Man tut so, als sei diese oberflächliche Ansicht der Dokumentaristen schon das (oder jedenfalls genügend) Wesen der Dinge. Dementsprechend wird dem Detailreichtum gehuldigt, der Schärfe und der Quietschentchen-Buntheit. Das ist selbstverständlich auch Ausdruck eines Glaubens an die Wissenschaft, die sich ja ebenfalls nicht mit einem vermuteten Wesen beschäftigt, sondern mit Details, Stückwerk, Bruchstücken, und glaubt, dadurch DER WAHRHEIT auf die Spur kommen zu können. Weiterlesen 

Fotoausstellung in Zwettl verlängert

Die Fotoausstellung in Zwettl wurde bis 19. Dezember verlängert:

Pramesh & Subhash

„Photosophishe und photographishe
Anshichten, Einshichten & Ausshichten”

Galerie DerSammer
3910 Zwettl, Florianigasse 6
geöffnet zu üblichen Geschäftszeiten

Noch etwas Zeit 30 gegenständliche und abstrakte Fotografien groß an der Wand als Ausbelichtungen bzw. Pigment-Inkjetprints zu sehen.

Welt und Anschauung

„Vor der Eröffnung”

Vor der Eröffnung

Ein Text zur Ausstellung in Zwettl beim Sammer:

Alle Fotografie abstrahiert.

Bleiben wir fürs Erste bei der ohnehin herrschenden Sichtweise, es gäbe „da draußen” eine Welt voller Dinge und voller Energie, und wir als menschliche Wesen hätten Organe um davon ein wenig mitzubekommen.

Unseren Sinnesorganen ist nur ein kleiner Teil dieser Außenwelt zugänglich, und dieser Teil wird in der Fotografie auf optischen Wahrnehmung und weiter auf einen bloßen Teil des Visuellen begrenzt. Beispielsweise kann ich die Spanne der Helligkeitsunterschiede, die ich sehen kann, nicht ohne weiteres fotografieren. Nehme ich sie mittels speziellem Verfahren doch auf, so kann ich sie weder dem Augeneindruck entsprechend auf einem Monitor darstellen, noch aufs Papier bringen. Weiters ist das übliche fotografische Bild bekanntlich auf zwei Dimensionen beschränkt. Aus bewegtem Geschehen wird ein Standbild, aus dem Gesichtsfeld eine Aufnahme. Und doch wurde die Fotografie in ihren Anfängen als ein Medium gefeiert, das eine nie zuvor erreichte Objektivität und wirklichkeitsgetreuen Realismus ermöglichte. Gleichzeitig jedoch gab es kritische Stimmen, die fragten, ob sie denn überhaupt imstande sei, das „Wesen der Dinge” zu erfassen. Ob sie nicht, überladen mit völlig überflüssigen Details und „unnatürlicher Schärfe”, ein nur oberflächliches Abbildungsmittel des bloßen Augenscheins sei. Weiterlesen 

Oben und unten

Die Fotopräsentation „Oben und unten” wurde während eines 14-tägigen Aufenthalts als Residenzkünstler in Haugsdorf und Umgebung fotografiert und danach im Waldviertler Atelier fertig gestellt. Sie befasst sich mit den Polaritäten Oben/Unten und alltägliches Bewusstsein/außerordentliche Wahrnehmung und verbindet dabei Methoden der dokumentarischen mit denen der abstrahierenden Fotografie. Die Weinviertler Landschaft des Pulkautals um Haugsdorf steht den unterirdischen Lagerräumen der Kellertriften gegenüber; die scheinbar so klare Wahrnehmung der Alltagswelt der rauschhaften Sicht des Außerordentlichen. Weiterlesen