Das Gleiche, aber verschieden

Während eines Beleuchtungstests entstand eine Reihe von Portraits, die sich trotz sehr ähnlichem Gesichtsausdruck in der Gesamtwirkung deutlich voneinander unterscheiden. Das scheint mir vor allem an der Kopfneigung zu liegen, obwohl versucht wurde, mehr oder weniger jedes Mal die selbe Pose einzunehmen. Wie gesagt, es handelt sich um bloße Testaufnahmen, die deutliche Wirkung kleiner Haltungsänderungen scheint mir aber sehenswert und daher zeige ich sie hier.

Das erste Selbstportrait wirkt ein kleines bisschen überheblich, zumindest deutlich selbstbewusst, das zweite ist relativ neutral bei fragendem Ausdruck, und das dritte wirkt auf mich ein wenig jämmerlich. Die Bilder wurden innerhalb weniger Minuten aufgenommen, meine Stimmung hatte sich – so viel ich bemerkte – überhaupt nicht geändert, und doch vermitteln die Bilder verschiedene Gefühle. Erstaunlich, nicht?

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2 Gedanken zu „Das Gleiche, aber verschieden“:

  1. Hallo Subhash,

    Bild 1 = neutral
    Bild 2 = forschend -fordernd
    Bild 3 = auf Harmonie setzend, ausgleichend,
    beschwichtigend

    Neben minimaler Kopfänderung und damit Ausleuchtung (Hell-Dunkel-Kontraste), die sich vorallem auf der rechten Seite des Gesichtes auswirkt, ist für mich vor allem die Augenstellung des rechten Auges (aus Sicht des Modells) entscheidend. Während bei Bild 1 das Auge nur sehr leicht angespannt ist, ist es auf dem zweiten Bild schon enger. Daher für mich auch der “forschende” Bildeindruck. Dies zieht beim linken Auge eine entsprechende, aber weniger sichtbare Augenstellung nach sich.
    Beides zusammen, Kopfhaltung und Augenstellung, ergeben für mich den Gesamteindruck. Ich kann aber nicht sagen, welches dieser beiden Kriterien mehr wiegt.

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